14.370 Quadratmeter Fläche und Kosten von 15,5 Millionen Euro: Das neue Feuerwehrgerätehaus in Kemnath ist ein Großprojekt, das bei der Einweihung spürbaren Stolz ausgelöst hat. Die 64 aktiven Mitglieder öffneten erstmals die Tore für die Öffentlichkeit, das Gebäude bietet eine größere Fahrzeughalle, moderne Umkleiden sowie mehr Raum für Ausbildung und Atemschutz. Obwohl die offizielle Einweihung erst jetzt stattfand, leisten die Feuerwehrleute bereits seit rund einem Jahr im neuen Haus Dienst.
Kommandant Peter Denz betonte, dass auch umliegende Feuerwehren profitieren sollen, etwa durch die moderne Schlauchpflege. Das Gerätehaus ist vollständig zeitgemäß ausgestattet und setzt mit Photovoltaikanlage, Dachbegrünung und Regenwasserbewirtschaftung auf Nachhaltigkeit. Staatssekretär Martin Schöffel lobte die starke Regionalität, da überwiegend Firmen aus der Region den Bau umgesetzt haben. Architekt Wolfgang Schultes bezeichnete das Projekt als gelungen und verwies auf seine besondere Verbindung zu Kemnath. Emotional wurde es bei Bürgermeister Roman Schäffler, der selbst in jungen Jahren zur Feuerwehr kam und betonte: „Ohne Feuerwehr ist das Haus nur ein Gebäude“. Gemeinsam mit weiteren Kollegen wurde er zum Ehrenmitglied ernannt – passend zum ausgelassen gefeierten 160-jährigen Bestehen der Feuerwehr am Wochenende.
Ein Highlight für die Besucher war die „Flashbox“, eine mobile Brandsimulationsanlage, mit der die Feuerwehr realistische Übungsszenarien zeigte. Mit der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses endet für Kemnath ein zentrales Projekt, das die Feuerwehr über Jahrzehnte leistungsfähig halten und den Schutz der Bürger in der gesamten Region weiter verbessern soll.
(ls)