Christina und Stefan Kleier haben sich in der Paulanerkirche in Amberg das Ja-Wort gegeben. Die evangelische Kirche organisierte im Rahmen der Aktion „Einfach heiraten“ die komplette Trauung. Statt monatelanger Vorbereitung reichte ein rund 20-minütiges Gespräch mit dem Pfarrer – danach konnte geheiratet werden.
Das Konzept hinter „Einfach heiraten“
Die Aktion wurde 2023 von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ins Leben gerufen. Sie ermöglicht Paaren eine unkomplizierte kirchliche Trauung oder Segnung – mit oder ohne vorherige Anmeldung und ohne großen organisatorischen Aufwand. In Amberg blieb es allerdings überwiegend bei angemeldeten Paaren, spontane Trauungen waren eher die Ausnahme. 15 Paare haben sich mit vorheriger Anmeldung getraut, 5 Paare haben wirklich ganz spontan ja gesagt.
Die Familie gab den Anstoß
Christina und Stefan hatten sich bereits vorab angemeldet. Auf die Idee, an der Aktion teilzunehmen, brachte sie allerdings ihre Familie. Christinas Mutter hat einen Zeitungsartikel zur Aktion „Einfach heiraten“ gesehen und ihn ihrer Tochter weitergeleitet. Erst hat das Paar, das nicht ernst genommen, dann hat sich Christina aber gedacht „Doch, das machen wir.“
Auch für die Pfarrer etwas Besonderes
Nicht nur für die Brautpaare ist der Tag außergewöhnlich. Auch die Geistlichen erleben eine besondere Form der Trauung, weil sie die Paare meist erst kurz vor der Zeremonie kennenlernen. Pfarrer Christoph Maser meint im Gespräch mit OTV: „Wir gehen in diesem Vorgespräch direkt rein. Während wir bei langen geplanten Trauungen uns erstmal kennenlernen, wollen wir hier direkt in die Tiefe gehen.“
Fortsetzung im kommenden Jahr
Die Aktion wird 2027 fortgesetzt. Der nächste Termin steht bereits fest: Am 2. Juli 2027 heißt es erneut: „Einfach heiraten“.
(kw)