Fr., 24.04.2026 , 16:48 Uhr

Neustadt an der Waldnaab

Paradies in Gefahr

Für die einen eine Katastrophe, für die anderen eine Notwendigkeit. Den Pächtern der Kleingartenanlage an der alten Schießstätte in Neustadt an der Waldnaab wurde von der Stadt gekündigt. Wir haben nachgefragt.

Die Auseinandersetzung spitzt sich zu. Seit rund einem Jahr gärt in Neustadt an der Waldnaab das Thema Kleingartenanlage. Die Pächter lieben ihre Grundstücke an der Alten Schießstätte. Doch die Nutzung soll bald ein Ende haben, denn im Zuge der Ausweisung als Überschwemmungsgebiet sind die Pachtverträge durch die Stadt Neustadt an der Waldnaab gekündigt worden.

Es gehe unter anderem um den Schutz des Wassers durch Schadstoffe aus der Kleingartenanlage.

Die Pächter versuchen nun, eine Einigung zu erzielen, wie Petra Weingandt, eine der Pächterinnen OTV mitgeteilt hat.

Petra Weingandt:

Für viele von uns ist dieser Ort weit mehr als ein Stück Land. Seit Jahrzehnten investieren wir hier Zeit, Arbeit, Herzblut und auch erhebliche finanzielle Mittel. Die Gärten sind Rückzugsorte, Treffpunkte für Familien und Freunde und für viele ein wichtiger Ausgleich zum Alltag. Für einige von uns ist es sogar der zentrale Erholungsraum. Dieses Zusammenspiel aus menschlicher Nutzung und Natur hat sich behutsam entwickelt und ist aus unserer Sicht erhaltenswert.

Wir erkennen die Bedeutung des Hochwasserschutzes ausdrücklich an. Allerdings halten wir die pauschale Auflösung der gesamten Anlage für nicht zwingend erforderlich. Nach unserem Verständnis sind Nutzungen in solchen Gebieten unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich, sofern sie die Funktion des Überschwemmungsraums nicht wesentlich beeinträchtigen. Unsere Anlage ist kaum versiegelt und in Terrassen angelegt, wodurch eine tatsächliche Betroffenheit erst bei außergewöhnlich hohen Wasserständen (ca. 5 Meter) zu erwarten wäre. Wir wünschen uns daher eine differenzierte Betrachtung und einen Dialog zwischen Behörden, Stadt und Pächtern, um mögliche Lösungen zu prüfen.“

Die Stadt Neustadt/WN jedoch beruft sich auf Anweisungen des Wassertwirtschaftsamtes und des Landratsamtes. Sie sieht keine Chance, die Kündigungen wieder zurückzunehmen, wie der langjährige Stadtrat Josef Arnold (CSU) erklärte in Stellvertretung des ersten, zweiten und dritten Bürgermeisters, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht geäußert haben.

(gb)

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