Mo., 02.09.2024 , 15:44 Uhr

Pfreimd

Pilotprojekt für Lehrlinge soll den Ausbildungsstart erleichtern

Azubis und Lehrlinge in der ganzen Oberpfalz hatten heute ihren allerersten Arbeitstag. Es ist Ausbildungsstart in zahlreichen Handwerksberufen. Mithilfe eines Pilotprojektes will eine Firma aus Pfreimd diesen Start jetzt einfacher machen.

In Zeiten, in denen viele Handwerksbetriebe in der Oberpfalz händeringend Nachwuchs suchen, geht ein Pilotprojekt in Pfreimd neue Wege. Statt ihren ersten Tag in den jeweiligen Betrieben zu verbringen, haben sich 16 neue Auszubildende bei der Firma Haustechnik Lotter eingefunden, um an einem besonderen Ausbildungsprogramm teilzunehmen. Der Ansatz: Ein Crashkurs, der den jungen Handwerkern grundlegende Fähigkeiten vermitteln soll, bevor sie in ihren Lehrbetrieben durchstarten.

Kooperation statt Konkurrenz

Eine Woche lang geht es für die Lehrlinge hier um Werkzeug- und Materialkunde, Sicherheit und vieles mehr. Geschäftsführer Andreas Lotter möchte ihnen so den Einstieg in ihre Ausbildung möglichst einfach gestalten. Er richtet das Projekt bewusst nicht nur an seine eigenen Lehrlinge, sondern auch an solche aus vermeintlich konkurrierenden Betrieben. Dieses Konkurrenzdenken möchte Lotter allerdings abbauen und stattdessen Kooperation fördern.

Seinen ersten Durchlauf erlebte das Ausbildungsprojekt bereits im vergangenen Jahr. Seitdem hat sich die Resonanz gesteigert: Zehn Betriebe beteiligen sich in diesem Jahr. Was ursprünglich als Notlösung konzipiert wurde, nachdem die Firma Lotter kaum neue Mitarbeiter finden konnte, entwickelt sich zunehmend zu einem Modell mit Zukunftspotenzial.

Eine Branche mit Zukunft

Für die teilnehmenden Lehrlinge markiert dieser Tag den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Viele von ihnen lassen sich als Anlagentechniker ausbilden, andere sind bei Zulieferern tätig. Sie haben eine Branche mit großer Zukunft gewählt: der Kreishandwerksmeister des Landkreises Amberg-Sulzbach, Dietmar Lenk, ist sich sicher, in der Anlagen- und Haustechnik muss sich so schnell niemand Sorgen um seinen Beruf machen. Vor allem in Zeiten von Umwelt- und Energiekrisen sind die Lehrlinge gefragt.

Jetzt geht es für die Lehrlinge aber erstmal entspannt los. Eine Woche Grundausbildung, um direkt danach bestens in ihre neue Arbeit starten zu können- In den Herbstferien folgt dann eine weitere Vertiefung der Inhalte bei der Firma Lotter. Zwar müssen die Lehrlinge dafür einen Teil ihrer Freizeit opfern, doch der Gewinn liegt auf der Hand: ein optimaler Einstieg in ihre berufliche Laufbahn.

(sb)

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