Mo., 02.02.2026 , 16:12 Uhr

Erbendorf

Podiumsdiskussion zur Wahl: Kandidaten zeigen, wofür sie stehen

Vor der Kommunalwahl haben sich die Bürgermeisterkandidaten in Erbendorf bei einer Podiumsdiskussion den Fragen der Bürger gestellt. Dabei ging es unter anderem auch um das Freibad und die finanzielle Situation der Stadt.

In mehr als einem Monat wird es spannend in Erbendorf. Der aktuelle Bürgermeister Johannes Reger von der CSU tritt nicht erneut zur Kommunalwahl an und so stehen bereits vier mögliche Nachfolger in den Startlöchern. Bei einer Podiumsdiskussion, organisiert von der Kolpingsfamilie, konnten die vier Bürgermeisterkandidaten zeigen, wer sie sind und wofür sie stehen.

Dafür sind so viele Bürger in die Stadthalle geströmt, dass die Bestuhlung nicht ausreichte. Vielleicht auch, weil sie vorab Fragen an die Kandidaten schicken konnten, die diese dann beantworten sollten. So beispielsweise beim Hochhalten von Schildern mit einem roten Kreuz oder einem grünen Haken.

Beim Thema Freibad waren sich alle Kandidaten einig. Es soll erhalten bleiben. Und auch beim ÖPNV wollen alle vier Bürgermeisteranwärter eine Verbesserung erzielen. Beim Wolf, den nur David Frischholz von der neuen Wählergemeinschaft „Miteinander für Erbendorf“ für einen nötigen Teil in der Natur hält, sowie bei den Finanzen gehen die Meinungen aber auseinander.

So wolle Bernhard Schmidt von den Freien Wählern nicht am strikten Sparplan der Stadt festhalten, sondern Investitionen tätigen. Beispielsweise in schnelles Internet für Gewerbebetriebe und eine gastronomische Aufwertung der Innenstadt. Zudem wolle er mehr Bauland für Familien zeitnah umsetzen. Bürgermeisterkandidatin Petra Thomas von der SPD hingegen halte es für das Wichtigste, den Haushalt in den Griff zu bekommen. Außerdem könnte Erbendorf Energiestadt oder Gesundheitsstadt werden, so Thomas.

Auch für David Frischholz ist die Haushaltssituation der Stadt das aktuell drängendste Thema. Laut ihm muss der Haushalt stabil werden, ohne sich tot zu sparen. Es müssten Lücken gefunden und Gelder eingespart werden, die gut in die Bürger investiert werden könnten, so Frischholz weiter. Zudem müsse Erbendorf ein tragfähiges Energiekonzept verabschieden und zukunftsfähig bleiben.

Matthias Fütterer von der CSU hingegen sehe die Lösung der Haushaltssituation in der Erhöhung der Einnahmen, wie beispielsweise der Gewerbesteuer. Zudem wolle er sich dafür einsetzen, den Zusammenhalt von Jung und Alt in Erbendorf aufrechtzuerhalten.

(km)

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