Mo., 27.04.2026 , 16:36 Uhr

Amberg

Prechtl zum 100.: Amberg sichert sich bedeutenden Nachlass

Den 100. Geburtstag von Michael Mathias Prechtl feiert Amberg mit einer großen Sonderausstellung. Dabei kann die Stadt mit Ruhe in die kommenden Jahrzehnte schauen, denn vor kurzem konnte sie sich den Nachlass des vielleicht bedeutendsten bildenden Künstlers Ambergs sichern.

Die Stadt Amberg widmet einem ihrer bedeutendsten Künstler ein besonderes Jubiläum: Zum 100. Geburtstag von Michael Mathias Prechtl wurde im Stadtmuseum die Sonderausstellung „Köpfe. Zeiten. Geschichte(n).“ eröffnet – begleitet von einem entscheidenden Schritt für die Zukunft.

Denn der umfangreiche Nachlass des 2003 verstorbenen Künstlers ist nun dauerhaft im Besitz der Stadt. Möglich wurde der Ankauf durch die Unterstützung mehrerer Partner, darunter die Kulturstiftung der Länder, sowie durch politische Initiativen und private Förderer. Damit bleiben mehr als 1.000 Werke langfristig in Prechtls Geburtsstadt erhalten – für Forschung und Öffentlichkeit gleichermaßen.

Prechtl bleibt in Amberg

Prechtl, geboren 1926 in Amberg, zählt zu den international renommiertesten deutschen Künstlern seiner Zeit. Bekannt wurde er vor allem als Illustrator und Grafiker, unter anderem durch Arbeiten für Medien wie Der Spiegel und die The New York Times. Seine Werke zeichnen sich durch feine Ironie, historische Bezüge und vielschichtige Bildsprache aus.

Der Nachlass befand sich bereits seit 2015 als Leihgabe im Stadtmuseum, doch der Vertrag lief 2025 aus. Über Jahre hinweg wurde deshalb über einen Ankauf verhandelt – mit Erfolg. Für die Stadt ist das nicht nur kulturell, sondern auch identitätsstiftend von großer Bedeutung.

Sonderausstellung bis Januar 2027

Die neue Ausstellung zeigt einen umfassenden Einblick in Prechtls Schaffen. Neben klassischen Präsentationsformen setzt das Museum auch auf moderne Vermittlung: Interaktive Stationen, teilweise in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden entwickelt, ermöglichen einen neuen Zugang zu den Werken. Ergänzt wird das Konzept durch ein breites barrierefreies Angebot – von Texten in leichter Sprache bis hin zu Führungen für Sehbehinderte.

Die Ausstellung läuft bis Januar 2027 und wird von einem umfangreichen Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen und museumspädagogischen Angeboten flankiert. Damit setzt Amberg dem Künstler nicht nur ein Denkmal, sondern macht sein Werk für ein breites Publikum neu erlebbar.

(pg)

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