Mo., 03.03.2025 , 14:28 Uhr

Hirschau

Privatbrauereien im Notstand: Staatssekretär Gotthardt besucht Schlossbrauerei Hirschau

Staats-Wirtschaftssekretär Gotthardt zu Besuch in der Schlossbrauerei Hirschau. Inhaber Sebastian Dorfner zeigt ihm nicht nur seine Brauanlagen und Abfüllroboter, sondern auch, welcher Druck derzeit auf kleinen Familienbrauereien lastet.

Die Diskussion um das „Brauereisterben“ nimmt immer mehr Fahrt auf. Erst kürzlich verkündete die Freudenberger Brauerei Märkl ihre Schließung. Viele weitere sehen sich vor großen Herausforderungen. Einer derjenigen, die sich aktiv für die Zukunft der kleinen Traditionsbrauereien einsetzen möchte, ist Sebastian Dorfner, Inhaber der Hierschauer Schlossbrauerei. Inmitten von Edelstahltanks und Druckanzeigen empfing er jetzt Tobias Gotthardt, den bayerischen Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Die Herausforderungen für kleine Brauereien seien vielschichtig: Hohe Energiepreise, eine erdrückende Bürokratie und die Marktdominanz internationaler Großbrauereien setzen den kleinen Betrieben zu. Da auch die Großen unter den derzeitigen Umständen zu kämpfen haben, würden diese auf einen aggressive Verdrängungskurs mit Spottpreisen setzen. An den Strategien der internationalen Konkurrenz kann die Politik wenig ändern. Doch Staatssekretär Gotthardt zeigte sich offen für viele weitere Anliegen der Brauer.

Forderungen an die Politik

Neben Sebastian Dorfner stellten auch Anton Brückmüller, Inhaber der gleichnamigen Amberger Brauerei, und Stefan Stang, Geschäftsführer des Verbandes „Private Brauereien Bayern e.V.“ ihre Forderungen auf.

Zusammen mit einer Senkung der Energiekosten und der Mehrwertsteuer könnten auch kleinere Maßnahmen helfen, wie eine Erhöhung des Pfands auf Glasflaschen oder eine Imagekampagne für die handwerkliche Brauausbildung. Auch das Image des Bieres selbst sehen die Brauer in Gefahr – sie fordern Umdenken, um den verantwortungsvollen Konsum von Bier wieder attraktiver zu machen.

Staatssekretär Gotthardt betonte, dass sowohl Groß- als auch Kleinbrauereien ihren Platz im Markt haben sollten – wichtig sei eine ausgewogene Balance. Dass es in Bayern sonst irgendwann nur noch eine einzige Biermarke geben könne, wolle schließlich keiner – auch nicht die ganz Großen.

(sb)

Alkohol Bier Brauen Brauerei Brauereisterben Familienbrauerei Handwerk Hirschau Kleinbrauerei Kleinhandwerk Mittelstand Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Privatbrauerei Private Brauereien Bayern e.V. Schlossbrauerei Hirschau Sebastian Dorfner Simon Bauer Staatssekretär Stefan Stang Tobias Gotthardt

Das könnte Dich auch interessieren

17.09.2025 Staatssekretär Gotthardt bei ANZAPLAN in Hirschau Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, zu Besuch bei der Firma ANZAPLAN in Hirschau. Gemeinsam mit Abgeordneten des Landtags verschaffte er sich einen Überblick über die Kompetenzen ANZAPLANs. Die Firma ist ein Beratungs- und Ingenieursbüro mit besonderem Blick auf strategisch wichtige Rohstoffe, wie etwa Lithium, seltene Erden oder Kobalt. (pg 24.06.2026 Triple-Freude bei OTV: Fernsehpreis, Spitzenquote und Jubiläum BLM-Medienpreis für echte Oberpfälzer Gemeinschaftsgeschichte Die Oberpfälzer Fernsehmacher gewinnen den Spezialpreis der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Die OTV-Reportage über das Gipfelkreuz am Monte Kaolino wurde auf den Lokalmedientagen in Nürnberg mit dem „Spezialpreis Kultur, Medien und Kirche“ ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Preis vom Evangelischen Presseverband für Bayern und dem katholischen Medienhaus Sankt Michaelsbund. Der 11.05.2026 Truppenabzug Vilseck: Initiative der stabilen 8 soll umgesetzt werden Dennoch machen sich die Politiker in der Region viele Sorgen. Die Freien Wähler hatten laut Landtagsabgeordneten Bernhard Heinisch einen Dringlichkeitsantrag gestellt, den auch alle Parteien, außer eine, unterschrieben haben. Dieser Antrag sei zusammen mit der CSU weiterentwickelt worden, so Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt. Jetzt gehe es darum, schnell auszuloten, wie dem geplanten Truppenabzug aus der Region 02.04.2026 Mehr Drogenunfälle im Straßenverkehr – welche Rolle spielt Cannabis? Die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik der Polizei hervor. Dabei wurden mehr Menschen verletzt als im Vorjahr, und drei Menschen ums Leben. Im Jahr 2024 hatte es bei Drogenunfällen gar keine Todesfälle gegeben. Welche Rolle Cannabis bei solchen Unfällen spielt, das hält die