Fr., 23.06.2023 , 15:26 Uhr

Bärnau

Problem Fischotter - Zukunft Teichwirtschaft

Nach jahrelangen Diskussionen darf der Fischotter aktuell entnommen werden – so eine Verordnung der Landesregierung. Zwei Grünen-Abgeordnete haben sich dazu nun vor Ort bei einem Teichwirt positioniert.

Ein Schaden von 2,7 Millionen Euro verursachte der Fischotter 2022 bei den bayerischen Teichwirten, so der Landesfischereiverband Bayern. Für viele Teichwirte geht das an ihre Existenz. Um zu überleben fordern sie ein dazu passendes Fischottermanagement. Ein guter Schritt hierfür ist die seit erstem Mai in Kraft befindliche bayerische Verordnung. Diese sieht einen Abschuss des Fischotters als letzte Möglichkeit der Schadensregulierung vor. Anders sieht das der LBV sowie der Bund Naturschutz für sie ist die Verordnung nicht das passende Ergebnis nach dem VGH Urteil. Für sie müsste die Lösung zum erhalt der Teichwirtschaft anders aussehen. Grund genug für Teichwirt Alfred Stier den Landessprecher für Umweltpolitik und Tierschutz von Bündnis 90/Die Grünen Christian Hierneis sowie die Abgeordnete Anna Schwamberger in seine Fischhütte einzuladen.

Indoor statt Outdoor?

Einige Teichwirte wie Alfred Stier haben sich ein weiteres Standbein aufgebaut, die Indoorteichwirtschaft. Hier wachsen die Fische nicht im freien sondern in extra dafür gebaute Hallen auf. Dadurch sind die Fische vor Fressfeinden geschützt. Zudem besteht dort auch die Möglichkeit auf eher exotische Wassertierarten wie Garnelen zu setzten. Der Nachteil die Indoorteichwirtschaft ist mit hohen Investitionen und hohen laufenden Kosten verbunden und somit nicht für jeden Teichwirt möglich. Zudem würde mit dem Wegfall der Outdoorteichwirtschaft etwas fehlen, findet Stier.

Alfred Stier Anna Schwamberger Bärnau Bund Naturschutz Bündnis 90/DIE GRÜNEN Christian Hierneis Fischotter Fischzucht Indoorfischzucht Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Outdoorfischzucht Problem Teichwirt Zukunft

Das könnte Dich auch interessieren

13.02.2026 Bundesumweltminister vor Ort: Bitte auf mehr Ausnahmen bei Entnahmen Nach Angaben der Teichwirte können die wirtschaftlichen Einbußen durch den Otter in einzelnen Betrieben bis zu 90 Prozent betragen. Landrat Roland Grillmeier verweist darauf, dass rund die Hälfte aller in Bayern gemeldeten Fischotterschäden aus der Oberpfalz stammen. Grillmeier rief die Teichwirte erneut dazu auf, sich am engmaschigen Monitoring zu beteiligen, um verlässliche Bestandszahlen zu erhalten. In 25.05.2026 Ausstellung „Ampelkreuzung / Light Interchange / Světelná křižovatka“ in Bärnau Die Galerie Punktum im Deutschen Knopfmuseum in Bärnau zeigt die Ausstellung „Ampelkreuzung / Light Interchange / Světelná křižovatka“ des tschechischen Künstlers Michal Škapa, bekannt als TRON. Die Schau verbindet Urban Art mit der regionalen Handwerkstradition und umfasst auch eine speziell für den Ort geschaffene Installation aus Glas der Glashütte Lamberts. Die Ausstellung läuft bis zum 20.04.2026 Campus Kemnath startet GründerWerkstatt Start für die GründerWerkstatt am Campus Kemnath. Das neue Format richtet sich an alle, die sich für die Selbstständigkeit interessieren, es bereits sind oder werden wollen. In insgesamt vier Terminen deckt die Reihe zentrale Gründungsthemen ab. Zum Start ging es um „Strategie & Geschäftsmodell“ mit dem Weidner Gründer und ehemaligem Hochschuldozenten Dr. Stefan Uebelacker. Bei 27.03.2026 Unterzeichnung des Memorandums Eine engere Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. In der Reithalle Svetce in Tachov unterzeichneten die fünf deutschen Gemeinden, Tirschenreuth, Bärnau, Bad Neualbenreuth, Mähring und Plößberg, sowie sieben tschechische Gemeinden gemeinsam ein Memorandum. Die amtierenden Bürgermeister möchten damit eine langfristige Kooperation etablieren, die über ihre Amtszeit hinaus fortgeführt werden soll. Die Menschen leben dort in einer