Für eine halbe Stunde wurde der Haupteingang des Klinikums symbolisch für die Besucher geschlossen. Zeit, die Klinikumsvorstand Manfred Wendl nutzte, die geplante Gesundheitsreform mit ihren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in der Region vor vielen Klinikumsmitarbeitern zu erläutern.
Laut aktuellem Entwurf der Bundesregierung sollen im kommenden Jahr bei den Kliniken in Deutschland rund 4,6 Milliarden Euro eingespart werden. Bis 2030 soll diese Summe auf 10,5 Milliarden Euro steigen. Für Amberg bedeute dies, dass die geplanten Einsparungen die Klinik 2027 mit rund 6,4 Millionen Euro treffen werde, so Wendl. Im Jahr 2030 dann sogar mit 14,55 Millionen Euro. Die Folge wäre, dass die Leistungen an der Klinik eingeschränkt und Stellen abgebaut werden müssten. Wendls Fazit: Das Spargesetz ist für viele Kliniken existenzbedrohend.
(tb)