Während eines Jugendwochenendes von Kolping Dingolfing bei Pressath hätte es im vergangenen Sommer fast einen Toten gegeben. Das männliche Opfer war nach einer Messerattacke eine Viertelstunde lang wiederbelebt worden. Es überlebte nur durch eine Notoperation am Herzen.
Vorausgegangen war ein heftiger Streit mit der damaligen Freundin des Angeklagten. Ein Jugendlicher schritt ein und erhielt daraufhin einen Stich ins Herz. Ein weiterer junger Mann bekam einen Stich in die Bauchgegend. Die Ex-Freundin des Angeklagten wurde durch das Messer zudem am rechten Arm verletzt.
Angeklagt ist der jetzt 22-Jährige deshalb wegen versuchten Totschlags mit gefährlicher Körperverletzung und wegen versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung. Zur Tat wollte sich der Angeklagte am 1. Verhandlungstag nicht äußern – auch nicht über seinen Verteidiger Rouven Colbatz.
Die Ex-Freundin des Angeklagten berichtete am Landgericht Weiden als 2. Zeugin in der Verhandlung ausführlich über das Geschehene. Sie selbst habe in den ersten Monaten nach der Tat schlecht einschlafen können. Der Freundeskreis bei Kolping habe ihr jedoch Halt gegeben. Sie habe in den Monaten danach viele Dinge gemacht, um nicht darüber reden zu müssen. Einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, sei sowieso sehr schwierig. Mittlerweile habe sie die Angelegenheit aber gut verarbeitet. Am rechten Arm habe sie jedoch in der Feinmotorik noch Probleme, weil beim Messerstich ein Teil der Nerven getroffen worden sei.
(tb)