Mo., 14.03.2022 , 15:06 Uhr

Weiden

Dritter Verhandlungstag im Prozess des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern

Nach dem heutigen dritten Verhandlungstag im Prozess um den schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes blicken die Verteidiger gespannt auf den 28. März. Dann soll nämlich ein Gutachten über die Angeklagten klären, ob diese vermindert schuldfähig sind.

Beim heutigen Prozesstag sind die letzten beiden Zeugen am Landgericht in Weiden befragt worden. Eine Sachbearbeiterin schilderte, dass sie die Videos, die tatrelevant seien, gesichtet habe. Diese belegten eindeutig, dass die 33-jährige Mutter mit ihrem damals 11-jährigen Sohn Sex in unterschiedlichen Stellungen hatte. Diese Videos habe sie ihrem Freund zugeschickt. Von 5 Videos seien 4 gelöscht worden. Sie hätten aber wieder hergestellt werden können.

„Ich werde mein Kind nicht mehr sehen, weil ich ein Monster bin“
Die Mutter habe sich nach ihrer Festnahme Anfang Juni 2021 realistisch gezeigt, schilderte die Sachbearbeiterin. Sie habe von sich als Monster gesprochen. Sie werde für ihre Tat gerade stehen, habe die Angeklagte damals gesagt. Bei ihrer Festnahme sei die Frau stark alkoholisiert gewesen. Aktuell wird ein psychiatrisches Gutachten über die Angeklagte angefertigt, weil sie eine psychische Erkrankung habe. Diese Gutachten wird am 28. März vor Gericht verlesen.

Ist auch der Angeklagte eventuell vermindert schuldfähig?
Der Verteidiger des Angeklagten, Rouven Colbatz, sprach gegenüber OTV von den Alkoholproblemen seines Mandanten. Auch in dessen Fall wird deshalb ein Gutachten erstellt. Ziel ist es, dass der 49-jährige Mann dann eventuell eine Entziehungskur machen könnte. Auch seine Schuldfähigkeit wäre demnach herabgesetzt. Das entsprechende Gutachten wird es ebenfalls am 28. März geben.

(tb)

Anklage Gericht Justiz Kinder Kriminalität Landgericht Weiden Matthias Bauer Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Prozess Prozessfortsetzung Rouven Colbatz schwerer sexueller Missbrauch von Kindern Sexueller Missbrauch Weiden

Das könnte Dich auch interessieren

16.09.2025 Sexueller Missbrauch an der eigenen Tochter: Weidener Vater verurteilt Ein brisanter Fall am Landgericht Weiden: Ein 49-jähriger Weidener, Reinhard S., wurde zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, weil er seine 13-jährige Tochter sexuell missbraucht hatte. Ausschlaggebend für das Urteil war ein WhatsApp-Chat, den die Pflegemutter des Mädchens entdeckt hatte. Die 13-Jährige fragte darin ihren Vater, ob sie bei ihrem nächsten Treffen Sex 06.11.2025 Prozess in Weiden: Ex-Arzthelfer vergewaltigt 77-jährigen Patienten Ein 77-jähriger Mann braucht nach einer Krebserkrankung einen Blasenkatheter. Alle sechs Wochen muss dieser beim Urologen gewechselt werden – eine intime Situation, in der sich der 77-jährige voll und ganz auf den behandelnden Arzthelfer verlassen muss. Der Wechsel verläuft problemlos, doch als sich der Mann wieder anziehen will, stoppt ihn der Arzthelfer. Er müsse noch 02.03.2026 Unmenschliche und lebensgefährliche Schleusungen: Mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht Mit Blaulicht und Sirenen endet im Dezember 2023 eine lebensgefährliche Fahrt nahe der deutsch-österreichischen Grenze: Neun Syrer sollen illegal nach Deutschland gebracht werden. Sechs von ihnen sitzen dicht gedrängt auf der Rückbank eines Audi, drei weitere liegen im Kofferraum. Der Fahrer steht unter Kokaineinfluss, rast mit 150 km/h über die Autobahn. In einem kleinen Ort 04.02.2026 Sexueller Missbrauch der minderjährigen Halbschwester – Urteil gegen 23-Jährigen gefallen 5 Jahre 4 Monate erhielt ein 23-Jähriger vor dem Landgericht Weiden, der seine 11-jährige Halbschwester mehrfach sexuell missbraucht hat. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Halbschwester 8 Mal sexuell missbraucht und dabei kinderpornografisches Material hergestellt hat. Bis zuletzt hat der Angeklagte davon gesprochen, dass die Initiative von dem Mädchen ausgegangen