Mi., 07.06.2023 , 14:16 Uhr

Oberpfalz

Rückkehr der Großsäugetiere plus ungebetener Gäste

Wolf und Luchs sind wieder da – dazu kommen neuartige Tiere, die eigentlich gar nicht in die Oberpfalz gehören. Was keucht und fleucht in unseren Wäldern?

Der Marderhund gehört wie auch der Waschbär und neun weitere Säugetierarten zu den Neozoen in Bayern. Sie sind also eingewandert, gehören gar nicht hier her und gefährden das heimische Ökosystem. Der Waschbär frisst zum Beispiel die Eier von Bodenbrütern – und hat selbst kaum Feinde.

Noch sind Marderhund und Waschbär im Landkreis Amberg-Sulzbach rar. Von 2019 bis 2021 haben Jäger fünf Marderhunde und 86 Waschbären erlegt. Viel erfreulicher ist die Rückkehr der Großsäugetiere. 93 Säugetierarten sind derzeit in Bayern heimisch. Dazu gehören nach mehr als 100 Jahre langer Ausrottung inzwischen auch wieder Luchs und Wolf.

Der Luchs breitet sich beispielsweise im Steinwald aus – wo im Winter ihre Jungen zur Welt kamen. Doch alle Säugetiere werden nicht den Weg zurück nach Europa finden. Vor 100.000 Jahren waren hier Tiere heimisch, die längst ausgestorben sind – Höhlenlöwen, Waldelefanten oder Höhlenhyänen zum Beispiel.

Skepsis gegenüber vielen Tieren
Nicht alle sind begeistert von der Rückkehr von Tieren wie Bär und Wolf. In Bayern debattiert die Politik derzeit über den Abschuss beispielsweise des Wolfes.

1,2 Millionen Rehe werden jedes Jahr in Deutschland geschossen – auch weil Staatsförster das wollen, um den Wald klimawandelfest umbauen zu können. Denn Rehe fressen junge Leittriebe ab. Selbst Jäger sehen das aber skeptisch und fordern lieber Einzäunungen.

Immerhin: Die Rehpopulation bleibt stabil. Und Rehe bekommen nun immer mehr Gesellschaft in unseren Wäldern.

(mz)

Amberg Bund Naturschutz Jäger Luchs Marderhund Neozoen Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Reh Steinwald Uwe Friedel Waschbär Wolf Wolfram Seebauer

Das könnte Dich auch interessieren

30.04.2026 Ein Fluss kehrt zurück zur Natur Nach sechs Jahre Planungs- und Bauarbeit ist die Renaturierung der Vils bei Vilseck im Ortsteil Gressenwöhr durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden nun abgeschlossen. „Mit der ökologischen Umgestaltung des Gewässers wird nicht nur der Lebensraum für Fische, Pflanzen und andere wassergebundene Tiere verbessert, sondern auch zusätzlicher Retentionsraum geschaffen – ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Umsetzung 27.03.2026 Wolf darf bejagt werden Der Wolf darf künftig leichter abgeschossen werden. Der Bundesrat hat heute zugestimmt, dass der Wolf  in das Jagdrecht aufgenommen wird. Ziel sei der bessere Schutz von Weidetieren, Naturschützer befürchten allerdings, dass der Bestand gefährdet wird bis hin zur Ausrottung. Der Wolf kann künftig vom 1. Juli bis 31. Oktober regulär abgeschossen werden, falls ein günstiger 21.07.2026 Selbstmanagement-Programm soll chronisch Kranke unterstützen: Finanzausschuss Amberg tagt In der jüngsten Finanzausschusssitzung der Stadt Amberg beschlossen die Mitglieder, dass sich die Stadt am Modellstandort INSEA beteiligt. Das Selbstmanagement-Programm unterstützt chronisch erkrankte Menschen mit Online-Kursen, die ihre Gesundheitskompetenz stärken und den Alltag erleichtern. Umgesetzt wird es gemeinsam mit der Volkshochschule und der Selbsthilfekontaktstelle. Zudem soll der Pflegebedarfsplan fortgeschrieben werden, um den wachsenden Bedarf in 17.07.2026 Vorbereitungen des Jahrhundertwerks laufen: St. Josef Weiden wird saniert Die St.-Josef-Kirche in Weiden soll für die kommenden 100 Jahre fit gemacht werden. Dazu ist eine Innenraumsanierung geplant, die derzeit vorbereitet wird. Über den Stand dieser Untersuchungen haben sich die Beteiligten bei einem Rundgang informiert. Die Kirchenverwaltung, Pfarrer Markus Schmid, Architekt Michael Feil und Vertreter der Diözese Regensburg haben sich mit den Restauratoren ausgetauscht. Erste