Am Donnerstagabend erhielt eine 76-jährige Deutsche mit russischen Wurzeln einen Anruf von einem bislang unbekannten Täter. Dieser erklärte ihr in russischer Sprache mit der bekannten Betrugsmasche des Schockanrufs, dass die Tochter der 76-Jährigen einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und die Mutter eine Kaution für die Freilassung der Tochter zahlen solle. Die Anruferin ging darauf ein und traf sich auf einem Parkplatz im Bereich Regensburger Straße/Merianstraße mit einem Geldabholer. Sie übergab einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag an Bargeld an den bislang Unbekannten. Dieser nahm das Geld an sich und entfernte sich vom Tatort.
Im Anschluss erkannte die Geschädigte den Betrug und ging zur nächsten Polizeidienststelle. Trotz sofort eingeleiteter, umfassender Fahndungsmaßnahmen konnte der Geldabholer nicht aufgefunden werden.
Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben:
Die Kriminalpolizei Amberg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise. Haben Sie am Donnerstagabend, 28. April, zwischen 20 und 21 Uhr im Bereich der Regensburger Straße/Merianstraße in Amberg verdächtige Beobachtungen gemacht bzw. im Umfeld des Lokals „Asia Palast“ (vor allem Personen oder Fahrzeuge), welche mit der Tat in Verbindung stehen könnten? Dann wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0. Jeder Hinweis kann von Bedeutung sein!
Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen. Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!
Weitere Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten:
Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Vorname und Adresse entfernen. Zum Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie hier.
(exb)