Mi., 10.04.2024 , 13:02 Uhr

Weiden

Schleuserprozess Weiden: Angeklagter legt Teilgeständnis ab

Es war der 18. Juni 2023, als der 20-jährige Georgier Kerim K. eine türkische Familie und einer weitere türkische Frau nach Deutschland eingeschleust hat – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Diesen Vorwurf ließ der Angeklagte über seinen Anwalt Serkan Gürses am heutigen Vormittag bestätigen. Nicht aber den weiteren Vorwurf, mit dem sich die Kammer des Landgerichts Weiden auch noch beschäftigen muss.

Der Georgier hat sich laut Anklageschrift einer Polizeikontrolle durch Flucht entzogen, hatte dabei einen schweren Verkehrsunfall gebaut und sich danach nicht um die schwer Verletzten gekümmert. Deshalb steht auch noch versuchter Totschlag oder versuchter Mord durch unterlassene Hilfeleistung im Raum.

Er sei in Panik geraten und habe nur weg gewollt, ließ der Angeklagte über seinen Anwalt verkünden. Er habe darauf vertraut, dass die Polizei den Notarzt verständigt und dass die Menschen überleben. Er bereue die Tat zutiefst.

Der Prozess wird am 17. April fortgesetzt. Geladen ist dann auch eine der beim Unfall schwer verletzten Frauen.

(tb)

2. Verhandlungstag Justiz Kriminalität Landgericht Weiden Matthias Bauer Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Schleuserprozess Schleusung Serkan Gürses

Das könnte Dich auch interessieren

05.12.2025 Giftiger Champagner: Prozess startet in Weiden Der Angeklagte soll laut Anklageschrift als Lagerist für ein Drogenkartell tätig gewesen sein. Die vergifteten Champagnerflaschen waren demnach in einem Lagerkomplex im niederländischen Arnheim in einer verschlossenen Box, sind dort gestohlen und über das Internet verkauft worden. Eine dieser Flaschen landete im La Vita in Weiden. Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht sehr eloquent und 12.05.2026 Versuchter 2-facher Mord: Urteil am Landgericht gefallen Am letzten Verhandlungstag berichtete am Morgen noch ein Notarzt über die dramatischen Minuten in Altendorf bei Pressath, wo am 21. Juni vergangenen Jahres ein junger Mann schwer verletzt worden war. Auf einer Jugendfreizeit von Kolping Dingolfing war es im Vorfeld der Messerattacke zu einem Streit des Angeklagten mit seiner damaligen Freundin gekommen. Unter Alkoholeinfluss stach 29.04.2026 Landgericht Weiden: War es versuchter Mord? Die Verletzung wäre tödlich gewesen, wenn keine schnelle Hilfe gekommen wäre, so die geladene Sachverständige heute am Gericht. Es sei Blut im Blutbeutel gewesen, die Herzklappe sei undicht gewesen und zudem sei die Herzkranzschlagader nur knapp verfehlt worden. Die Frage, die es zu klären gilt, ist die, ob es tatsächlich versuchter Mord und versuchter Totschlag 23.04.2026 Prozessbeginn: Versuchter Mord bei Jugendfreizeit Während eines Jugendwochenendes von Kolping Dingolfing bei Pressath hätte es im vergangenen Sommer fast einen Toten gegeben. Das männliche Opfer war nach einer Messerattacke eine Viertelstunde lang wiederbelebt worden. Es überlebte nur durch eine Notoperation am Herzen. Vorausgegangen war ein heftiger Streit mit der damaligen Freundin des Angeklagten. Ein Jugendlicher schritt ein und erhielt daraufhin