Fr., 21.08.2020 , 12:35 Uhr

Schwandorf/Schmidgaden: Verfahren um aufsehenerregenden Tiertransport eingestellt

Ein in Schmidgaden auf der A6 gestoppter tschechischer Tiertransport hat deutschlandweit Aufsehen erregt. Mehrere Tausend Tiere auf engstem Raum – das schrie nach Illegalität. Fast drei Jahre ist das nun her, jetzt wurde ein Schlussstrich gezogen. Das Amtsgericht Schwandorf hat das Verfahren gegen den Fahrer und den Auftraggeber des Tiertransports eingestellt. Das teilte Amtsgerichtsdirektorin Petra Froschauer Oberpfalz TV mit.

250 Hamster, 6.000 Mäuse, 1.300 Ratten, Chamäleons, Chinchillas, seltene Molcharten, diese Zahlen ließen im Oktober 2017 aufhorchen. Die Tiere wurden beschlagnahmt, ein Ermittlungsverfahren gegen Fahrer und Auftraggeber wurden eingeleitet. Viel blieb von den Vorwürfen nicht übrig, nur zwei Strafbefehle, weil die Tiere nicht genügend Wasser und Luft gehabt haben sollen. Dagegen legten die beiden Beschuldigten aber Widerspruch ein.

Verfahren eingestellt
Bei der Gerichtsverhandlung gestern in Schwandorf ist das Verfahren dann eingestellt worden, die Schuld sei nicht so weitreichend gewesen, erklärte Direktorin Froschauer. Die Tiere seien eine Stunde vor dem Aufgriff getränkt worden, weitere Wassergaben seien geplant gewesen. Außerdem verwiesen die Verteidiger auf eine Klimaanlage im Tiertransporter.

Richterin Jennifer Jäger stellte das Verfahren wegen Geringfügigkeit ein, gegen jeweils 250 Euro Geldauflage, genau jene Summe, die der Fahrer vor drei Jahren als Sicherheitsleistung hinterlegen musste. Die enormen Kosten für die Versorgung der Tiere und die Ermittlungskosten trägt der Steuerzahler.

(gb)

A6 Amberg Amtsgericht Schwandorf Amtsgerichtsdirektiorin Petra Froschauer Axolotl Bayern Bayern Regional Belgein Chinchillas Frankreich gbeer Geldauflage Gerhard Beer Gerhard Theo Beer Mäuse Molche Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Richterin Jennifer Jäger Schmidgaden Tiertransport Tschechien TV Bayern Verfahren eingestellt Verkehrspolizei Wanderratten

Das könnte Dich auch interessieren

13.05.2026 Die Energieversorgung der Zukunft meistern Mehr als eine Viertel Milliarde Euro wendet die Bayernwerk Netz GmbH im Jahr 2026 auf, um das Stromnetz in der Oberpfalz fit für die Zukunft zu machen. Das war das Thema eines Treffens im oberpfälzer Zentrallager in Maxhütte-Haidhof. Dazu teilt die Bayernwerk Netz GmbH folgendes mit: „Neben dem weiteren Ausbau und der Digitalisierung der Netze 04.05.2026 ER STEHT - Tradition schweißt Ort zusammen Und dann beweist sich, wie stark die Dorfgemeinschaft ist, denn der 32 Meter lange Baum wird auf den Schultern des Dorfes zu dem Ort getragen, an dem er aufgestellt wird, beim Feuerwehrhaus. Das ist eine Strecke von einem dreiviertel Kilometer!!! Mehr als 100 Burschen stemmen den Baum – ohne Pause und ohne aus dem Tritt 17.02.2026 Werben um den Wähler Zig tausende von Euros geben die Parteien für den Wahlkampf aus. Auch jetzt vor der Kommunalwahl in Bayern klingeln die Kassen. Die Parteien und Kandidaten lassen es sich was kosten, die Wähler mit Giveaways zu beschenken – von Gummibärchen, über Fußbälle und Topfpflanzen bis hin zu Zahnbürsten und Kondomen. Hintergrund ist, dass eine positive Stimmung 09.02.2026 Lern-Hof Köstlerwenzl wächst weiter Eine neue Etappe auf dem Weg zum museumspädagogischen Zentrum in Neusath. Der Lern-Hof Köstlerwenzel im Freilandmuseum Oberpfalz nimmt Formen an. Derzeit werden die Fenster in dem Neubau eingebaut, der einen historischen Vierseithof aus dem 18. Jahrhundert ergänzen soll. Dieser Hof, Köstlerwenzl genannt, stand einst in Neualbenreuth, große Teile davon wurden 2001 ins Museum nach Neusath