Sportabzeichen-Tour feiert großes Finale in Kemnath
Mit viel Bewegung, guter Laune und rund 1.200 Teilnehmern ist die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Kemnath zu Ende gegangen. Zum ersten Mal machte die Tour in der Oberpfälzer Stadt Halt – gleichzeitig war es das große Finale der bundesweiten Veranstaltungsreihe.
Spaß steht im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Aktionstags stand nicht der Wettkampf, sondern die Freude an der Bewegung. Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler aus zehn Schulen hatten sich angemeldet, am Ende nahmen sogar etwa 200 weitere Kinder und Jugendliche teil. Unterstützt wurden sie dabei von Spitzensportlern wie Kunstturn-Rekordmeisterin Elisabeth Seitz und Para-Ski-Athlet Christoph Glötzner, die die Teilnehmer anfeuerten und für das Deutsche Sportabzeichen warben.
Mehr als Springen, Werfen und Sprinten
Neben den klassischen Disziplinen des Sportabzeichens erwartete die Besucher ein vielfältiges Rahmenprogramm. Sportfachverbände aus der gesamten Oberpfalz boten unter anderem Basketball, Einradfahren, Koordinationsübungen, Stockschießen und Lichtgewehrschießen an. Ziel war es, Kindern und Jugendlichen neue Sportarten näherzubringen und zu zeigen, wie vielseitig Bewegung sein kann.
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Thema Inklusion. Die Veranstalter wollten ein Angebot schaffen, bei dem möglichst jeder unabhängig von seinen Voraussetzungen mitmachen und seine Stärken einbringen kann.
Fitness-Check mit sozialem Mehrwert
Wer das Deutsche Sportabzeichen erwerben möchte, muss jeweils eine Disziplin aus den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination absolvieren. Je nach erreichter Punktzahl wird das Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold verliehen.
Neben dem sportlichen Ehrgeiz gab es noch einen weiteren Anreiz: Für jedes abgelegte Sportabzeichen werden zwei Euro an soziale Projekte in der Region gespendet.
Abschied von der Sportabzeichen-Tour
Für die Veranstalter war der Tourstopp in Kemnath ein voller Erfolg. Sie zeigten sich begeistert von der Unterstützung vor Ort und der großen Resonanz der Teilnehmer.
Mit dem Finale in Kemnath endet jedoch auch ein Kapitel: Nach 22 Jahren wird die Sportabzeichen-Tour künftig nicht mehr fortgeführt. Die Ziele dahinter bleiben jedoch bestehen. Der Bayerische Landes-Sportverband möchte sich weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen aller Altersgruppen regelmäßig Sport treiben und der Breitensport weiter an Bedeutung gewinnt.
So bleibt die Botschaft der Tour bestehen: Mehr Gemeinschaft, mehr Vielseitigkeit und mehr Freude an der Bewegung.
(sos)