Der Nabburger Stadtrat hat einstimmig einer finanziellen Unterstützung der Stadt Pfreimd für die Erneuerung der Verbindungsleitung zwischen dem Wasserwerk Pfreimd und dem Hochbehälter bei Neusath zugestimmt. Die Erneuerung sei nötig, da die Leitung in einem extrem schlechten baulichen Zustand sei, so Nabburgs Bürgermeister Frank Zeitler.
Sollte es bei dieser Leitung zu einem Rohrbruch kommen, könnte der Hochbehälter laut der Beschlussvorlage der Stadt Nabburg komplett leerlaufen und ganze Ortsteile und Gemeinden würden dann kein Wasser mehr erhalten. Die Kosten von rund 486.000 Euro könne die Stadt Pfreimd aber aufgrund ihrer schlechten Haushaltslage nicht alleine stemmen, wie aus der Beschlussvorlage der Stadt Nabburg zu entnehmen ist. Daher wünscht sich der Stadtrat Pfreimd eine Beteiligung der Wassergäste Nabburg, Guteneck und Gleiritsch, die laut Pfreimds Bürgermeister Richard Tischler von den Leitungen profitieren.
Von den rund 468.000 Euro netto würde der Freistaat Bayern nach den Richtlinien der Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben 187.200 Euro fördern. Die restlichen 280.800 Euro würden dann auf die Kommunen umgelegt. Das bedeutet, dass Pfreimd nach aktuellem Stand noch rund 95.000, die Stadt Nabburg rund 93.000, die Gemeinde Guteneck etwa 39.000 und die Gemeinde Gleiritsch rund 53.500 Euro netto beisteuern würde.
Bei der finanziellen Unterstützung zur Erneuerung der Verbindungsleitung solle es sich um eine Vorfinanzierung handeln, so Nabburgs Bürgermeister Frank Zeitler. Dem hat der Stadtrat einstimmig zugestimmt. Für die Bürger solle diese Maßnahme der Vorfinanzierung keine Auswirkungen haben, so Zeitler. Pfreimds Bürgermeister Richard Tischler hingegen ließ in einem schriftlichen Statement durchblicken, dass die Abschreibung für die neue Verbindungsleitung nach Abzug der Förderung in den Wasserpreis einkalkuliert werde.
Sollten die anderen Kommunen ebenfalls einer finanziellen Unterstützung für die Erneuerung der Verbindungsleitung zustimmen, solle nach Angaben der Stadt Nabburg eine entsprechende Zusatzvereinbarung ausgearbeitet werden, die erneut im Stadtrat beschlossen werden müsse. Andernfalls könne Pfreimd die Maßnahme in den nächsten Jahren nicht umsetzen. Laut Bürgermeister Richard Tischler soll die Erneuerung, sollte sie denn gemeinsam finanziert werden können, frühestens 2027 starten.
(km)