Do., 15.01.2026 , 13:53 Uhr

Unterweißenbach bei Vilseck

Skilift Unterweißenbach: Nach sieben Jahren wieder geöffnet – ein kurzer Wintertraum

In Unterweißenbach bei Vilseck haben die Skiliftbetreiber und der Ski-Club innerhalb kürzester Zeit eine logistische Meisterleistung vollbracht: nach sieben Jahren konnte der Skilift erstmals wieder öffnen.

Der Skilift in Unterweißenbach bei Vilseck ist aktuell außer Betrieb. Grund ist die fehlende Schneelage: Tauwetter und Nebel haben die Piste in den vergangenen Tagen stark in Mitleidenschaft gezogen.

Dabei konnte der Lift erst vor Kurzem kurzfristig öffnen – Und das war eine Ausnahmesituation. Ganze sieben Jahre konnte die Familie Gradl ihren Skilift aufgrund mangelnden Schnees nicht öffnen. Jetzt war es wieder so weit – und auch wenn es ein logistischer Kraftakt war, die Freude war ungehalten.

Seltene Öffnung nach sieben Jahren Pause

Als ausreichend Schnee fiel, reagierten die Betreiber kurzfristig. Nach anfänglicher Skepsis und einem Blick auf die Wetterprognosen entschied sich die Familie, den Betrieb aufzunehmen. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren – von technischen Angelegenheiten bis zur Organisation der Skikurse.

Die kurze Öffnungsphase wurde vor allem von Familien genutzt. Mehr als 50 Kinder lernten in dieser Zeit das Skifahren in Unterweißenbach. Ob es in diesem Winter noch einmal für einen Liftbetrieb reicht, bleibt abzuwarten. Den Betreibern ist bewusst, dass Wintersport auf 420 Metern Höhe über dem Meeresspiegel in Zeiten des Klimawandels zunehmend zur Ausnahme wird. Umso größer sei die Freude über jeden einzelnen Betriebstag.

Traditioneller Familienbetrieb seit 1971

Der Skilift in Unterweißenbach wurde 1971 von dem Vater des heutigen Betreibers Peter Gradl errichtet und ist bis heute in Familienbesitz. Jährlich bereitet sich die Familie auf eine mögliche Öffnung vor – auch ohne zu wissen, ob die Schneelage tatsächlich ausreicht. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Elektroprüfungen, TÜV-Abnahmen und die Wartung der Flutlichtanlage.

Wirtschaftlich lohne sich der Betrieb kaum, betont Gradl. Entscheidend seien vielmehr die Tradition und die positiven Rückmeldungen der Besucher – besonders die Freude der Kinder.

Trotz der unsicheren Zukunft steht für die Betreiber fest: Der Skilift soll weiter bestehen. Die hohe Besucherzahl während der kurzen Öffnung zeigt, dass viele Gäste dem Skigebiet auch nach langen schneearmen Jahren die Treue halten.

(kw)

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