Mo., 23.10.2023 , 15:37 Uhr

Amberg

Solidarität für Israel

„Trauer an der Seite Israels“. Unter diesem Titel luden der Amberger Rabbiner Elias Dray und Innenminister Herrmann am Wochenende zu einer Solidaritätsveranstaltung vor dem Amberger Rathaus ein.

Der Rabbiner der Stadt Amberg, Elias Dray, ruft auf – zu einem Zeichen der Solidarität vor dem Amberger Rathaus. Vor rund zwei Wochen begann mit einem Terrorangriff der Hamas der Krieg in Israel. Mehr als 1000 getötete Zivilisten, und nochmal so viele Vermisste – die jüdische Gemeinde steht seitdem unter Schock: auch hier in Deutschland. Antisemitische Übergriffe häufen sich seit Kriegsbeginn.

Die Synagoge, die Elias Dray in Berlin besucht, wurde mit einem Molotov-Cocktail angegriffen. Seine Kinder und er machen sich Sorgen, auf die Straße zu gehen. Die Angst davor, ins Visier von Extremisten zu gelangen, ist groß.

Keine Toleranz für Terrorismus-Verherrlichung

Laut Bayerns Innenminister Herrmann sei die Situation im Freistaat deutlich ruhiger als in anderen Teilen Deutschlands. Aber auch hier seien die Sicherheitsbehörden vorbereitet. Für Unterstützer der als terroristisch eingestuften Hamas hat Herrmann keine Toleranz. Solidarität gegenüber Palästina auszudrücken, sei das Recht jedes Menschen. Auf die Verherrlichung terroristischer Angriffe reagiere man aber mit allen Mitteln.

Rabbiner Elias Dray betont, für die zivilen Opfer in palästinensischen Gebieten müsse genauso getrauert werden, wie für jene in Israel. Die Befürwortung der Angriffe vor allem in unseren sozialen Medien bereitet ihm aber Sorgen. Er will sich dafür einsetzen, dass die Wahrheit und Details des Konfliktes nicht verdreht werden.

Besondere Verantwortung Deutschlands

Der Einsatz Deutschlands für Israel soll sich jetzt laut Herrmann nicht nur auf Solidaritätsdarstellungen beschränken. Der Bundesrepublik komme eine besondere Verantwortung gegenüber Israel zu. Man müsse sich jetzt über finanzielle und materielle Unterstützung beraten.

Israel müsse sich verteidigen, darüber sind sich die Anwesenden einig. Aber im Vordergrund der Veranstaltung stehen zuerst Trauer und Solidarität. Denn Elias Dray betont: das jüdische Volk weltweit dürfe sich in solch einer Zeit jetzt nicht allein fühlen.
(sb)

Amberg Angriff Demonstration Elias Dray Gebet Hamas Innenminister Israel Israel-Krieg Joachim Herrmann Konflikt Krieg Oberpfalz Oberpfalz TV Opfer OTV Palästina Rabbi Rabbiner Simon Bauer Solidarität Terrorismus Trauer Unterstützung

Das könnte Dich auch interessieren

03.11.2025 Antisemitismus und der Nahost-Konflikt: Experte erzählt in Amberg Trotz des aufgeladenen Themas – die Stimmung im Casinosaal Amberg war von Anfang bis Ende respektvoll. Ein Bündnis aus der Jüdischen Gemeinde Amberg, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Oberpfalz und der Gewerkschaft ver.di hatte im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus zu einem Aufklärungsabend in Amberg eingeladen. Ziel war es, den Hintergründen des Nahost-Konflikts und seinen Auswirkungen 27.03.2026 Wachstum durch Unsicherheit: Der Rüstungsboom erreicht die Oberpfalz Mit Präzision, High-Tech und viel Erfahrung entsteht in Amberg moderne Militärtechnologie – vor allem Sitze und Innenausstattung für gepanzerte Fahrzeuge. Das Unternehmen Probatec hat sich darauf spezialisiert, Panzer und Militärfahrzeuge aller Art auszurüsten. Es liefert Ersatzteile für ältere Modelle, die unter anderem in der Ukraine im Einsatz sind, und stattet moderne Fahrzeuge wie den Radpanzer 24.04.2026 Gegendemo: AfD-Bürgermobil hält in Amberg Das Bürgermobil der AfD hat am heutigen Mittag Station in Amberg gemacht. Am Multifunktionsplatz gegenüber des Bahnhofs konnten sich Bürger über die Arbeit der AfD-Fraktion im Landtag informieren, bevor sich der mobile Infostand auf den Weg nach Schwandorf gemacht hat. Zeitgleich formierte sich eine Mahnwache auf der anderen Straßenseite. Mit dabei waren unter anderem Omas 08.04.2026 Bilanz nach einer Woche Spritpreis-Gesetz: Preissprünge und leere Tankstellen Seit dem 1. April dürfen Tankstellen in Deutschland ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Das sorgt in der Oberpfalz für ein neues Bild: Kurz vor Mittag herrscht Hochbetrieb, danach bleiben viele Zapfsäulen leer. Auch insgesamt wird weniger getankt, beobachtet Rainer Stammler, der Betriebsleiter bei Bergler in Amberg. Viele Betreiber erhöhen die