Fr., 08.08.2025 , 12:59 Uhr

Bodenwöhr

Sommer, Schlager, Strategie: CSU setzt beim Empfang auf Dialog und Zusammenhalt

Nach dem intensiven Bundestagswahlkampf und mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im kommenden Jahr zeigt sich die Sommerzeit politisch derzeit von ihrer ruhigeren Seite. Beim alljährlichen Sommerempfang der Oberpfälzer CSU hatte Gastgeber Albert Füracker aber dann doch noch ein paar Worte an seine Kollegen mitgebracht ehe es an das bayerische Schlemmerbuffet ging.

Schlagerklänge vom Stodlfetzer (Uwe Lorenz) und bayerische Schmankerl – seit 2008 lädt die Oberpfälzer CSU jährlich zum Sommerempfang, bei dem sich Politik, Wirtschaft und Medien in lockerer Atmosphäre begegnen. Gastgeber war wie gewohnt Heimat- und Finanzminister Albert Füracker, der in seiner Begrüßungsrede die Rolle der Medien im politischen Diskurs thematisierte. Früher seien klassische Medien das zentrale Sprachrohr für politische Inhalte gewesen – heute habe sich die Kommunikationslandschaft grundlegend verändert. Jeder könne „Sender sein“ und per Social Media Nachrichten verbreiten, die teilweise dann Falsch sein können.

Füracker nahm auch Bezug auf die jüngsten Entwicklungen rund um die Bürgermeisterkandidatur in Amberg. CSU-Fraktionschef Matthias Schöberl hatte erklärt, nicht als Oberbürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stehen – mit Verweis auf mangelnden Rückhalt durch den amtierenden Bürgermeister. In der Folge wurde in einigen Medien über interne Spannungen innerhalb der CSU spekuliert. Füracker betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Zusammenhalt und zeigte sich erleichtert, dass die Amberger CSU nun mit Stefan Ott einen gemeinsamen Kandidaten gefunden habe. Zudem würdigte Füracker das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen CSU-Mitglieder. Nur ein kleiner Teil der Partei sei hauptberuflich in der Politik aktiv – umso mehr verdiene der Einsatz jener Anerkennung, die sich oft auch für überregionale Entscheidungen rechtfertigen müssten. Der Sommerempfang bot den passenden Rahmen für einen geselligen Abend – denn eines steht fest: Der Wahlkampf im Herbst wird schwerer im Magen liegen als das bayerische Buffet.

(ls)

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