Züge elektrisch auch ohne Oberleitungen betreiben. Das soll mit Batteriesystemen möglich sein. Rund 15.000 dieselelektrische Triebzüge übernehmen aktuell in Europa die Strecken, die aktuell nicht mit Oberleitungen versorgt sind. Wenn die europäischen Regierungen an ihren Klimazielen festhalten, brauchen sie also Batteriesysteme für Regionalzüge und Lokomotiven, um diese Strecken klimafreundlich zu bedienen.
So eine Batteriesystemfertigung will die Firma Siemens Mobility nun in Luhe-Wildenau errichten. Sowohl die gute Verkehrsanbindung als auch der Fakt, dass Siemens seit mehr als 20 Jahren in der Marktgemeinde angesiedelt ist, waren Argumente für die Standortwahl.
Beim feierlichen Spatenstich hat der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger dem Geschäftsführer von Siemens Mobility, Karl Blaim, einen Förderbescheid der Bayerischen Staatsregierung von rund 2,6 Millionen Euro übergeben. Insgesamt belaufen sich die Baukosten für die Batteriesystemfertigung auf rund 35 Millionen Euro.
Bis zum Frühjahr 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und ab Oktober 2027 soll die Fertigungsanlage bis zu 200 Arbeitsplätze bieten. In gut zwei Jahren können dann also Regionalzüge und Lokomotiven in ganz Europa mit Batteriesystemen aus Luhe-Wildenau ausgestattet werden, um damit auch ohne Oberleitung klimafreundlich unterwegs zu sein.
(km)