Weiden ist tot! Zugegeben eine ziemlich harte Aussage. Aber genau darum geht es in dem einstündigen Film Stadt Null. Hannah Schraml versucht mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wie sie ihre Stadt sehen. Hannah kommt aus Parkstein, ist selbst 20 und ist bewusst aus Weiden weggezogen. Wir haben uns mit ihr in Weiden getroffen und wollten natürlich als erstes wissen, ist Weiden wirklich tot?
Gleich am Anfang von Stadt Null erklären Jugendliche, dass sie nach dem Studium sicherlich nicht nach Weiden zurückkommen, einfach zu wenig geboten ist und sie sich auch nicht ernst genommen fühlen. Ein ziemlich düsteres Bild.
Und dann ging es für Hannah auf die Suche, woran es denn liegt. Hannah und ihr Team zogen los – Rathaus, Kultur-Managerin und Alt-OB waren nur einige Station auf der Suche nach DER Antwort – warum fühlen sich die Jugendlichen in Weiden nicht wohl und was kann man ändern. Und schnell lernt der Zuschauer, es ist gar nicht so leicht mit der Kommunal-Politik und den starren Strukturen der Verwaltung
Ein Film, der viel die Gedanken seiner Macherin wieder-spiegelt. Aber auch ein Film, der den Zuschauer offen legt, wie schwierig es ist in unserem System Dinge umzusetzen. Die wichtigste Erkenntnis von Stadt Null, der alte bayerische Spruch „Durchs reden kommen D’leut zam“ stimmt immer noch.
(hr)