Die größte Überraschung am Sonntagabend war wohl das Ergebnis des Kandidaten der Freien Wähler Hubert Schicker. Er erreichte 51,2 Prozent der Stimmen und wird damit im Mai zum neuen Landrat des Landkreises Tirschenreuth. Amtsinhaber Roland Grillmeier von der CSU ist damit mit 48,8 Prozent der Stimmen abgewählt worden.
Schon fast einen Erdrutschsieg fuhr Bernhard Schmidt von den Freien Wählern in Erbendorf ein. Er erreichte 67,7 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Matthias Fütterer lag am Schluss bei 32,3 Prozent. In die Wahlentscheidung spielte wahrscheinlich der Streit um ein geplantes Kulturzentrum mit hinein. Dafür waren nämlich schon Fördergelder aus der Fraktionsinitiative des Bayerischen Landtags bewilligt, als veröffentlicht wurde, dass ein Erbendorfer Unternehmer dort ein Geschäft eröffnen will.
In Tirschenreuth war die Lage von vorneherein eher unklar. Hans-Peter Schärl von den Freien Wählern, ein bekannter Schlotfegermeister, stellte sich neben Harald Siegert von der CSU zur Stichwahl. Siegert hatte schon, im Gegensatz zu Schärl, politische Erfahrung aus dem Stadtrat. Letztendlich siegte Schärl mit 54 Prozent gegen Harald Siegert mit 46 Prozent.
In Plößberg lag Tina Zeitler von der CSU mit 55,5 Prozent der Stimmen vor Markus Preisinger von „Jetzt bereit für eigene und neue Wege“ mit 44,5 Prozent. Das Besondere in Plößberg: Preisinger, der selbst bei der CSU ist, trat gegen die offizielle CSU-Kandidatin Tina Zeitler an. Diese tritt im Mai nun offiziell die Nachfolge vom CSUler Lothar Müller an.
(tb)