Mi., 30.07.2025 , 12:24 Uhr

Weiden

Stolperstein wahrt die Erinnerung

In Weiden haben die Nachfahren der von den Nazis ermordeten Elise Heiman einen Stolperstein gesetzt. Er liegt jetzt vor dem Haus in der Dr- Seeling-Straße 31, in dem sie gewohnt hatte, bevor sie deportiert und ermordet wurde.

Haggai Heiman hat im Beisein weiterer Familienmitglieder aus Israel und den USA in Weiden einen weiteren Stolperstein gesetzt. Haggai ist der Urenkel der 1942 von den Nazis ermordeten Elise Heiman. Der Stolperstein vor dem Haus Dr. Seeling-Straße 31 soll an ihr Schicksal erinnern.

Elise Heiman und ihr Mann Max konnten im Dritten Reich nur noch ihre Kinder retten. Sie selbst schafften die Ausreise nicht mehr und wurden zuerst in das Judenhaus nach Nürnberg gebracht, bevor sie nach Polen deportiert wurden. Dort haben die Nazis das Paar 1942 ermordet.

Elise Heimans Enkel Ofer gab allen Anwesenden die Hoffnung mit auf dem Weg, dass der Krieg in Gaza endet und alle Kinder dieser Erde nicht mehr leiden müssen. Es war am Dienstagvormittag eine sehr emotionale Veranstaltung. Auch für Christine Ascherl, die über die Familie Heimann recherchiert hatte, und für Oberbürgermeister Jens Meyer, für den es sehr wichtig war, dass auch einige der  Nachfahren von Elise Heiman nach Weiden gekommen waren. Es sei ein Zeichen der Hoffnung. Im Herbst würden in Weiden weitere Stolpersteine verlegt werde, so Meyer weiter.

Schüler des P-Seminars Geschichte des Augustinus-Gymnasiums waren bei der Verlegung des Stolpersteins dabei. Sie haten 4 Audio-Guides für Weiden erstellt und sich auch mit dem Schicksal von Elise Heiman beschäftigt. Die Schülerin Alisa Jarusskiy sang die Botschaft der Veranstaltung in Begleitung von Veronika Rupprecht:  „Von guten Mächten“ und „Hevenu Shalom Alechem“ – auf deutsch: „Wir bringen euch Frieden“.

(tb)

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