Die Störche fühlen sich offenbar wohl in Pfreimd. Mindestens drei Storchenpaare sind dort mittlerweile fest angesiedelt. Besonders begehrt scheint dabei ein Platz mitten in der Altstadt gewesen zu sein: das Dach der Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Doch genau dort wurde das Nest zum Problem. Weil das Kirchendach sehr spitz ist, rutschte der Horst ab.
Wie der ehrenamtliche Storchenbetreuer Arnold Kimmerl berichtet, musste schließlich sogar die Feuerwehr eingreifen. Gemeinsam habe man versucht, das Nest kontrolliert an ein Schneefanggitter rutschen zu lassen. Angenommen hätten die Störche den Platz danach allerdings nicht mehr.
Neue Nistplätze am Ortsrand
Deshalb mussten Alternativen her. Die Lösung: Hopfenstangen. Auf den stabilen Konstruktionen sollen die Pfreimder Störche künftig ihr Zuhause finden. Bürgermeister Florian Reger erklärt, dass die Stadt die Tiere bewusst eher an den Ortsrand lenken wolle. Dort seien die Bedingungen für die Störche günstiger, weil sich die Futterquellen direkt in der Nähe befinden würden. Ob die Tiere die neuen Nisthilfen dauerhaft annehmen, müsse sich aber erst noch zeigen.
Ideale Bedingungen
Eine der neuen Nisthilfen wurde bereits direkt von einem Storchenpaar angenommen. Andere Hopfenstangen werden bislang eher sporadisch genutzt. Dabei wären die Voraussetzungen nahezu ideal. Storchenbetreuer Arnold Kimmerl verweist auf die vielen Wiesenflächen im Naabtal sowie auf die Feuchtgebiete entlang der Pfreimd. Dort gebe es reichlich Nahrung – ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Nistplatzes.
Storchen-Tradition seit Jahrzehnten
Pfreimd blickt auf eine lange Storchen-Geschichte zurück. Bereits seit 1967 sind die Tiere dort offiziell nachgewiesen. Arnold Kimmerl vermutet allerdings, dass die Störche vermutlich schon seit Jahrhunderten in der Region heimisch sind. Für viele Bewohner gehören die Tiere längst fest zum Stadtbild dazu. Damit Bürger die Störche jederzeit beobachten können, hat die Stadt sogar eine eigene Webcam eingerichtet.
Die Webcam können Sie hier einsehen.
(kw)