Di., 27.04.2021 , 10:32 Uhr

Sulzbach-Rosenberg: Maxhütte als Schauplatz

Die Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg als Schauplatz: Das Landestheater Oberpfalz plant zum 20. Jahrestag der Schließung ein Theaterstück über deren Geschichte.

Das Landestheater Oberpfalz plant ein geschichtsträchtiges Stück in Sulzbach-Rosenberg. Die Idee ist, die dramatische Schließung des traditionsreichen Eisenhüttenwerks vor 20 Jahren vor Ort theatralisch darzustellen. Dazu wird ein Autorenwettbewerb ausgeschrieben, mit dem die beste Möglichkeit zur Umsetzung der Idee gefunden werden soll.

Auf ihrer Homepage landestheater-oberpfalz.de stellt das LTO den Wettbewerb so vor:

Am 23. September 2002 fand in der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg der letzte Hochofenabstich statt. Der Konkurs des seit über hundertfünfzig Jahren bestehenden Unternehmens bedeutete nicht nur den Verlust von knapp zweitausend Arbeitsplätzen, sondern markierte auch einen Strukturwandel, der immer noch nachhallt und das gesellschaftliche Leben der Region bis heute prägt.

Für den Sommer 2022 plant das Landestheater Oberpfalz eine Theaterproduktion zur Maxhütte und ruft hierfür Autor*innen auf, sich im Rahmen eines Wettbewerbes für einen Stückauftrag zu bewerben. Das Stück soll im Sommer 2022 als Freilichtaufführung für etwa 200 Besucher auf der Hochofenplaza des stillgelegten Betriebsgeländes in Sulzbach-Rosenberg gespielt werden. Geplant ist eine Inszenierung mit 90 bis 120 Minuten Spieldauer, die das Gelände mit einbezieht und deren Szenen ggf. auch an mehreren unterschiedlichen Schauplätzen vor dem Hochofen gespielt werden können. Darüber hinaus werden Mitwirkungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung angestrebt – sei es als Kleindarsteller*innen oder auch durch die Einbeziehung von Gruppen wie Chören oder Musikformationen. Inhaltlich soll sich der Text neben der Schließung auch mit der Geschichte der Maxhütte beschäftigen und in einer frei zu wählenden Form mehrere unterschiedliche Zeitebenen behandeln, wobei auch der Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen während der NS-Zeit thematisiert werden soll.

Wie der künstlerische Leiter Till Rickelt im OTV-Interview betont, ist es das erste Mal in der Geschichte des Landestheaters, dass ein Autorenwettbewerb ausgeschrieben wird. Er erhofft sich davon neue Impulse und eine Vielzahl an Entwürfen, wie das Theater mit so einem geschichtsträchtigen Thema umgehen kann.

(gb)

2021 Amberg Autorenwettbewerb Baudenkmal Bayern Denkmalschutz Eisenerz gbeer Gerhard Beer Gerhard Theo Beer Historie Hochofenarbeit Hochofenplaza Hüttenwerk Industriedenkmal Jubiläum König Maximilian II Joseph Landestheater Oberpfalz LTO Luhe Maxhütte Sulzbach-Rosenberg Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Schließung Maxhütte Sommerspielplan Stahlwerk Theaterstück Till Rickelt TV Bayern live Vohenstrauß Walzwerk

Das könnte Dich auch interessieren

04.03.2026 Empfang zu Ehren Klaus Conrads Bei einem Empfang haben Weggefährten, Geschäftspartner und Mitarbeiter Klaus Conrad zum 90. Geburtstag gratuliert, den der Hirschauer am 27. Februar 2026 im Kreise seiner Familie gefeiert hat. In der Konzernzentrale in Hirschau würdigten die Gratulanten das Leben und Wirken des Mannes, der ab 1954 aus einem kleinen Unternehmen seines Vaters den weltweit bekannten Elektronik-Konzern Conrad 16.02.2026 Startschuss für millionenschwere Sanierung der Kümmersbrucker Schulen Mit einem symbolischen Hammerschlag haben die Baubeteiligten die Sanierung der Grund- und Mittelschulen in Kümmersbruck gestartet. Voraussichtlich sechs bis sieben Jahre lang wird in mindestens fünf Bauabschnitten ein modernes Schulzentrum geschaffen, das den bestehenden verschachtelten uneinheitlichen Schulkomplex ablöst. Die Kosten dürften mehr als 20 Millionen Euro betragen, schätzt Bürgermeister Roland Strehl. Für ihn ging mit 16.03.2026 Stichwahlkampf in Weiden Weidens Oberbürgermeister Jens Meyer von der SPD hat bei der Kommunalwahl am 8. März einen deutlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Er erhielt 24,4 Prozent der Stimmen. Daher muss er am Sonntag in die Stichwahl gegen Dr.Benjamin Zeitler von der CSU, der am 8. März 42,8 Prozent erhalten hatte. Beide nutzen den Endspurt im Wahlkampf, um die 16.03.2026 Stichwahlkampf in Amberg Stefan Ott, der Oberbürgermeister-Kandidat der CSU in Amberg muss in die erste Stichwahl seit 1952 in Amberg. Er ist der Wunsch-Nachfolger von Oberbürgermeister Michal Cerny (CSU), der nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Am 8. März holte Stefan Ott aber nicht die absolute Mehrheit, er bekam 40,8 Prozent der Stimmen. Sein Kontrahent in der Stichwahl