So., 30.12.2018 , 06:00 Uhr

Tierisches: Faszination Ameisen

Ameisen – sie werden als Nahrung der Zukunft gehandelt, sind wichtig für unser Ökosystem, für viele aber auch einfach nur Ungeziefer.
Für René Hiersigk sind sie vor allem eines: faszinierend. Schon als Kind konnte er sich für die Insekten begeistern. Mittlerweile vertreibt er sie in einem eigenen Onlinehandel und hat sogar eine eigene Ameisenfarm entwickelt, die er selbst mit 3D-Druckern herstellt.

Die Farm hat eine Glasfront – durch sie kann man die Tierchen gut beobachten. Denn genau das macht den Reiz der Ameisen aus – sie sind sicher keine Haustiere zum Streicheln und Liebhaben. Dafür ist es umso spannender, ihre komplexen Strukturen, Eigenschaften und Verhaltensweisen zu erforschen.
Auch René Hiersigk lernt immer noch dazu. Er probiert viel aus, versucht ständig die speziellen Bedürfnisse der verschiedenen Arten zu enträtseln. Sein Wissen gibt er gerne an die Kunden weiter – die reichen von Kindergärten bis Zoos und sind auf der ganzen Welt zu Hause.

Da er mit vielen internationalen Ameisenhändlern schlechte Erfahrungen gemacht hat, reist René Hiersigk regelmäßig selbst an exotische Orte, um bestimmte Ameisenarten zu finden. Eine Ausfuhrgenehmigung ist nicht immer leicht zu bekommen, doch der Aufwand ist es ihm wert.
Wenn es die Ameisen heil bis nach Weiden geschafft haben, werden sie gut versorgt und vermehren sich so in der Regel schnell.
Auf mehr als 10 000 Tiere schätzt René Hiersigk seine Ameisenfarm. Mit drei Angestellten kümmert er sich neben einem „richtigen“ Job um die Insekten. Er glaubt zwar nicht, dass Ameisen in den nächsten Jahren Hund, Katze und Hamster ersetzen werden. Aber die Vorteile lägen auf der Hand – sie sind pflegeleicht, günstig und brauchen wenig Platz. Und langweilig seien sie auf keinen Fall. (jl)

Amberg Ameise Ameisen Ameisenart Ameisenfarm Ameisenkolonie Ameisenstaat exotisch Faszination Insekten Judith Lehner Kolonie königin Krabbeltiere my ants myants Oberpfalz Oberpfalz TV OTV René Hiersigk Staat Südafrika Teamwork Tierisches

Das könnte Dich auch interessieren

03.07.2026 Müllprozess: Rücktritt vom Rücktritt des Geständnisses Der Skandal um den in Tschechien wild abgelagerten Oberpfälzer Müll zieht weite Kreise. Derzeit steht der Chef des Entsorgungsunternehmens und ein tschechischer Mitarbeiter vor der Ersten Großen Strafkammer des Weidener Landgerichts. Ihnen werden unter anderem illegale Abfalltransporte im großen Stil vorgeworfen. Der Prozess hatte am 3. Juni turbulent begonnen. Erst ein Geständnis des 53-jährigen Firmenchefs, 23.06.2026 OTH hilft bei Auslandssemestern Ein Gaststudium in Florida, oder ein Praktikum in der Businessmetropole London. Viele Studierende wünschen sich im Laufe des Studiums ein Semester im Ausland zu verbringen. Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen wird in unserer globalen Welt immer wichtiger. Die OTH Amberg-Weiden unterstützt Studierende dabei und leistet Hilfe. Jetzt hat die OTH auf dem Campus in Weiden 19.06.2026 Fast eine Badewanne Alkohol pro Jahr: Aktionswoche macht auf Risiken aufmerksam Auch in der Oberpfalz beteiligten sich Fachstellen an der Aktionswoche. In Amberg informierten das Gesundheitsamt und die Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme über Hilfs- und Beratungsangebote. In Weiden standen die gesundheitlichen Risiken von Alkohol im Fokus, darunter auch mögliche Schädigungen des Gehirns. Der Anlass der Aktionswoche ist der hohe Alkoholkonsum in Deutschland: Laut der Hauptstelle für Suchtfragen 11.06.2026 „Deal“ im Weidener Müllprozess erspart Abfallunternehmer lange Haft Im Prozess um den Müllskandal von Tschechien vor dem Weidener Landgericht ist bereits heute am ersten Verhandlungstag der Strafrahmen abgesteckt worden. Die Prozessbeteiligten schlossen einen Deal: Umfassende Geständnisse gegen mildere Strafen. Angeklagt sind ein 53-jähriger Entsorgungsunternehmer aus Weiden und sein 57-jähriger tschechischer Geschäftspartner. Beide sollen aus Gewinnsucht rund 700 Tonnen Müll illegal in die tschechische