Di., 19.03.2024 , 16:50 Uhr

Tirschenreuth

Umstrukturierung am Krankenhaus Tirschenreuth greift zu Ostern

Alle Bemühungen haben nichts geholfen. Am Gründonnerstag ist am Krankenhaus Tirschenreuth der letzte reguläre Betriebstag für die Bereiche Chirurgie, Gynäkologie und die Intensivstation. Wie geht es jetzt weiter?

Es gab Demonstrationen, eine Petition, Gespräche mit Ministern – aber alles hat nichts geholfen. Zum ersten April greifen weitreichende Einschnitte für das Krankenhaus in Tirschenreuth. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats der Kliniken Nordoberpfalz vom vergangenen November verliert das Krankenhaus Tirschenreuth die Abteilungen Chirurgie, Gynäkologie und die Intensivstation. Wie geht es jetzt für Personal und vor allem Patienten weiter? Antworten sollte heute eine Presskonferenz geben.

Demnach ist wegen der Osterfeiertage bereits am 28. März, also am Gründonnerstag der letzte Tag für die betroffenen Abteilungen. Patienten sollen aber auch nach dem 1. April weiter medizinische Notfall-Hilfe im Krankenhaus Tirschenreuth bekommen, auch wenn die klassische Notaufnahme ebenfalls noch vor Ostern schließt.

Eine Notfallambulanz bietet von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr Patienten medizinische Hilfe, An Samstagen Sonntagen und Feiertagen – wie auch jetzt schon zu Ostern ist die Ambulanz von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr besetzt. In den Nachtstunden können Patienten Unterstützung von Ärzten der Inneren Medizin bekommen, die am Krankenhaus Tirschenreuth bleiben wird.

Das Krankenhaus Tirschenreuth könne auch nach dem 1. April 80 Prozent der bisherigen Notfälle und große Teile des bisherigen internistischen Spektrums medizinisch versorgen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kliniken Nordoberpfalz.

Durch die Umstrukturierung würden auch einige Arbeitsplätze wegfallen, so Klinikumsvorstand Michael Hoffmann. Vor einigen Tagen habe man einen Sozialplan für alle 3000 Beschäftigten des Klinikumverbundes verabschiedet.

Auch wird medizinisches Personal von Tirschenreuth nach Weiden umziehen.

Im Klinikum Weiden selbst werden zusätzliche 6 Intensivplätze und rund 30 zusätzliche Betten auf Normalstation geschaffen.

Damit sich Patienten ab April dann leichter zurechtfinden, wird noch vor Ostern die Beschilderung zur Notfallambulanz ergänzt und erneuert.

Im zweiten Halbjahr 2025 soll dann die geriatrische Abteilung aus dem Krankenhaus Erbendorf nach Tirschenreuth umziehen.
(db)

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