So., 19.01.2020 , 07:00 Uhr

Ursensollen: Lesung von „Stauffenberg – Mein Großvater war kein Attentäter“

„Stauffenberg – Mein Großvater war kein Attentäter“. Unter diesem Titel hat die Historikerin Sophie von Bechtolsheim ein Buch veröffentlicht. Sie ist eine Enkeltochter von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der im Juli 1944 gemeinsam mit Zeitgenossen einen Anschlag auf Hitler verübt hat. In ihrem Buch legt sie ihr Bild von ihrem Großvater dar, den sie über die Erzählungen von Familienmitgliedern kennen gelernt hat. Bahnbrechende neue historische Erkenntnisse werde man in ihrem Buch nicht finden, so Sophie von Bechtolsheim – aber einen sehr persönliche Perspektive auf den Mann Stauffenberg.

Die Enkeltochter hat sich entschieden ein Buch zu verfassen, nachdem im vergangenen Jahr eine Biografie über ihren Großvater veröffentlicht wurde, das die Persönlichkeit ihres Großvaters und damit auch die Geschehnisse um den 20. Juli 1944 umdeutete. Bechtolsheim war irritiert, dass das Buch im deutschsprachigen Raum fast durchweg positive Resonanz bekam.

In ihrem Buch erzählt sie auf bewusst subjektive Art und Weise von ihrem Großvater. Sie lässt den Leser – wie sie sagt – „Stauffenberg’schen Stallgeruch schnuppern“. Und will damit ein Stück weit das Bild gerade rücken. Oft höre man, Stauffenberg sei anfangs ein begeisterter Nazi gewesen. Dieser Aussage würde jeder seriöse Biograf widersprechen. Wann genau in seinem Kopf ein Umdenken statt gefunden habe, lässt sich aber schwer datieren, auch die Familienmitglieder selbst könnten das nicht sagen. Sicher ist, dass Stauffenberg ab 1943 aktiv an den Planungen eines Umsturzes teilgenommen hat. Vorbehalte hatte er wohl schon Jahre zuvor.

Sophie von Bechtolsheim war überwältigt von den vielen Besuchern bei ihrer Lesung in Ursensollen – und von der positiven Resonanz auf ihr Buch im Allgemeinen. Sie war sehr berührt von vielen Zuschriften von Lesern, die sich mit den eigenen Familien während der Zeit des NS-Regimes auseinandergesetzt haben.

(az)

Adolf Hitler Biografie Buch Claus Schenk Graf von Stauffenberg Geschichte Graf von Stauffenberg Historikerin Kubus Ursensollen Landkreis Amberg-Sulzbach Lesung Nationalsozialismus Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Sophie von Bechtolsheim Stauffenberg – Mein Großvater war kein Attentäter Ursensollen Widerstand

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 Grammer AG: Jahresumsatz 2025 deutlich höher als erwartet Positive Nachrichten von der Grammer AG. Der Konzern mit Sitz in Ursensollen weist 2025 einen Umsatz von 1,82 Milliarden Euro auf. Die Zahlen fallen damit deutlich höher als erwartet aus. Das positive Ergebnis lässt sich auf Maßnahmen wie Restrukturierungsinitiativen oder Effizienzsteigerungsprogramme zurückführen. Das Unternehmen stellt Teile für den Innenraum von Pkws und Sitze für Offroad-Fahrzeuge, 05.01.2026 Gefrorenes Risiko: Wasserwacht trainiert Eiseinbruch am Hirschauer Mühlweiher Mit dem Wintereinbruch vergangene Woche sind einige Weiher und Gewässer in der Oberpfalz zugefroren. Für die Wasserwacht im Landkreis Amberg-Sulzbach bot sich damit eine seltene Gelegenheit, den Ernstfall eines Eiseinbruchs zu proben. Am Hirschauer Mühlweiher mussten die Einsatzkräfte selbst aufs Eis – selbstverständlich nur unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen. Realistische Szenarien und modernste Technik Für die 11.12.2025 Nikolaus und Wetterfrosch auf dem Amberger Weihnachtsmarkt Da waren die Kinder aufgeregt auf dem Amberger Weihnachtsmarkt: Der Nikolaus hat vorbeigeschaut. Mit im Gepäck hatte er natürlich eine Menge Schokonikoläuse für die Kids, gesponsert von OTV. Und als Dank bekam er sogar ein Gedicht. Der Nikolaus war nicht der einzige Ehrengast. Unser Wetterfrosch Thomas Bärthlein hatte wie jedes Jahr eine Weihnachtsgeschichte mit dabei. 27.11.2025 29. Squampfestival in Altmannshof: Square-Dance-Action mit Caller Alex Wallerer Der Square-Dance Club Squampfis Amberg hat das 29. Squampfestival im Gasthaus Kopf in Altmannshof im Landkreis Amberg-Sulzbach abgehalten. Caller Alex Wallerer – also derjenige, der die Figuren ansagt und die Tänzer durch die Choreografie führt – hat für ein sechs-stündiges Programm gesorgt. Der Square-Dance-Club sucht auch weitere Mitglieder. Interessierte könne sich bei Präsident Jürgen Paskuy