Di., 10.03.2026 , 16:47 Uhr

Amberg/Deutschland

Verpackungssteuer und Mehrweg: Wege aus den Müllbergen

Täglich fallen 770 Tonnen Müll in Deutschland durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an. Während ein paar Städte eine Verpackungssteuer einführen, setzt Norbert Stöckl aus Amberg lieber auf Mehrweg.

In der deutschen Gastronomie fallen jedes Jahr rund 350.000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To‑Go-Verpackungen an – etwa 770 Tonnen pro Tag.

Verpackungssteuer versus Mehrweg

Einige deutsche Städte haben deshalb eine Verpackungssteuer eingeführt: Gastronomen zahlen 50 Cent pro Einwegbecher oder -teller und 20 Cent pro Einwegbesteck an die Kommune. So werden zusätzlich Einnahmen an die Kommune generiert. Potsdam plant die Einführung in diesem Jahr. Bayern hat die Steuer bereits verboten. Viele Gastronomen sehen die Maßnahme kritisch und setzen stattdessen auf Mehrwegsysteme, die seit 2023 gesetzlich vorgeschrieben sind.

Mehrweg noch stärker fördern

Im Café Kult in Amberg greifen rund 70 % der Kunden weiterhin zu Einweg. Nur 30 % nutzen Mehrweg, obwohl es günstiger ist. Es werden 5 Euro Pfand hinterlegt – bei einer Rückgabe erhält man sie zurück – ansonsten behält man die Ware. Das Einwegprodukt kostet eine klassische Gebühr. Auf das Mehrwegangebot müsse daher stärker aufmerksam gemacht werden – so ließe sich zumindest ein Teil des täglichen Einwegmülls vermeiden.

(kw)

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