Mi., 05.11.2025 , 16:26 Uhr

Fichtenhof bei Königstein

Vogelgrippe in Deutschland – Auf Oberpfälzer Geflügelhöfen ist Vorsicht geboten

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland wieder aus – und für Geflügelhalter bedeutet das Vorsicht. Ein Ausbruch könnte ganze Bestände vernichten und Höfe in den Ruin treiben. Wir haben mit einem Geflügelhalter gesprochen.

Rund 450 Gänse leben aktuell auf dem Hof von Andreas Pirner in Fichtenhof bei Königstein. Von Juni bis Dezember wachsen sie heran, bis sie schlachtreif sind. Insgesamt hält der Fichtenbauer über 2000 Geflügeltiere. Eine große Geflügelhaltung bedeutet in diesen Wochen auch besondere Vorsicht.

Gefahr durch Geflügelpest

In Teilen Deutschlands kursiert derzeit die Geflügelpest, besser bekannt als Vogelgrippe. Bayern blieb bislang weitestgehend verschont – seit Anfang Oktober wurden hier lediglich 13 Fälle gemeldet.
Andreas Pirner betont: Angst sei die falsche Herangehensweise, aber Besorgnis und Vorsicht seien geboten. Ein Ausbruch im Umkreis von 3 Kilometern würde alle Tiere betreffen und enorme wirtschaftliche Schäden verursachen. Zusätzlich käme ein Haltungsverbot, das mehrere Jahre andauert – ein Szenario, das für ihn den Ruin bedeuten würde.

Übertragung des Virus

Die Geflügelpest ist seit über hundert Jahren bekannt und wird vor allem über den direkten Kontakt mit wildlebenden Wasservögeln übertragen. Torben Langer vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz erklärt, dass auch der Mensch eine Rolle spielen kann – z. B. über Trinkwasser, offen gelagertes Futter oder über die Schuhsohlen, wenn man den Stall betritt. Zudem kann die Übertragung auch umgekehrt stattfinden, wenn Geflügel die Vögel ansteckt.

Vorsichtsmaßnahmen auf den Höfen

Sollte sich die Geflügelpest in Bayern weiter ausbreiten, wäre Stallpflicht für Geflügelhöfe wie den von Andreas Pirner notwendig. Das letzte Mal trat sie 2021 in Fichtenhof in Kraft. Für die Tiere bedeutet dies Stress und Einschränkungen
Über die aktuelle Infektionslage informiert das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Jetzt bleibt zu hoffen, dass Bayern und die Oberpfalz weiterhin verschont bleiben.

(kw)

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