Wo Cheeseburger auf Steckerlfische treffen und das „Prosit der Gemütlichkeit“ teilweise mit amerikanischem Slang angestimmt wird, dort ist das Deutsch-Amerikanische Volksfest. In Grafenwöhr ist es heute zum 65. Mal eröffnet worden. Was einst als Zeichen der Freundschaft ins Leben gerufen wurde, gehört heute zu den größten deutsch-amerikanischen Begegnungsfesten Europas. Dass hier zwei Kulturen zusammenkommen, zeigt sich schon beim kulinarischen Angebot.
Mehr als nur ein Volksfest
Kulinarik ist jedoch nur ein Teil dessen, was das Volksfest ausmacht. Im Mittelpunkt steht vor allem die deutsch-amerikanische Freundschaft. Colonel Derek G. Drouin, Kommandeur der U.S. Army Garrison Bavaria, unterstreicht, dass die enge Verbindung zwischen den US-Streitkräften und der Region seit mehr als 65 Jahren bestehe. Dieses Miteinander wolle man auch in Zukunft weiter stärken.
Gemeinsame Werte im Fokus
Sowohl für die deutsche als auch für die amerikanische Seite steht der persönliche Austausch im Vordergrund. Von den aktuellen weltpolitischen Spannungen ist auf dem Festgelände kaum etwas zu spüren. Stattdessen prägen Begegnung und gegenseitiges Verständnis die Atmosphäre. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betont in seinem Grußwort, dass der Kontakt unabhängig von politischen Veränderungen gepflegt werden müsse. Frieden und Freiheit seien Werte, die beide Seiten weiterhin gemeinsam tragen sollten.
Seit 65 Jahren ein Symbol der Freundschaft
Seit mittlerweile 65 Jahren bringt das Deutsch-Amerikanische Volksfest Menschen aus beiden Ländern zusammen und hat sich in dieser Zeit stetig weiterentwickelt. Aus den Anfängen als Freundschaftsfest ist ein internationales Großereignis geworden. Bis Sonntag rechnen die Veranstalter auf dem Truppenübungsplatz mit rund 100.000 Besuchern. Vielleicht sind auch Sie darunter.
(kw)