Neue Bäume pflanzen, bestehende Bestände pflegen und nachhaltig Holz gewinnen – das gehört zum Alltag der Förster. Wie vielfältig diese Aufgaben sind, konnten Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler und mehrere Stadträte bei der 44. Waldbegehung in Weiden erleben. Im Mittelpunkt stand das Waldstück der Simultanen Hospitalstiftung.
Waldwirtschaft braucht einen langen Atem
Für Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler wurde bei der Begehung deutlich, dass nachhaltige Forstwirtschaft vor allem langfristige Planung erfordert. Entscheidungen, die heute getroffen werden, wirken sich oft erst Jahrzehnte später auf den Waldbestand aus. Umso wichtiger sei die Arbeit der Förster, auf deren Erfahrung und Weitsicht sich die Stadt verlassen könne.
Klimawandel stellt Förster vor neue Herausforderungen
Die größte Herausforderung für die Forstwirtschaft bleibt der Klimawandel. Steigende Temperaturen und längere Trockenphasen setzen vielen heimischen Baumarten zu. Deshalb spielt der sogenannte Waldumbau eine zentrale Rolle: Ziel ist es, den Wald widerstandsfähiger gegenüber den veränderten Klimabedingungen zu machen.
Mehr Mischwald für die Zukunft
Beim Waldumbau setzen die Forstbehörden verstärkt auf klimaresistente Baumarten. Neben heimischen Arten werden auch geeignete Herkünfte aus wärmeren Regionen Europas geprüft. Ein Beispiel ist die Esskastanie. Dank ihres tiefen Wurzelsystems gilt sie als besonders hitzetolerant und soll künftig häufiger in den Weidener Wäldern gepflanzt werden.
Verantwortung für kommende Generationen
Für Förster Wolfgang Winter steht fest: Die Maßnahmen von heute sollen den nachfolgenden Generationen einen stabilen und vielfältigen Wald hinterlassen. Die Waldbegehung machte deshalb vor allem eines deutlich: Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet, schon heute Verantwortung für den Wald von morgen zu übernehmen.
(sos)