Rund achteinhalb Hektar Wald – eine Fläche von etwa zwölf Fußballfeldern – waren von dem Feuer betroffen. Die Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort, um mögliche Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.
Feuerwehr reduziert Bereitschaft
In den vergangenen Tagen war die Feuerwehr rund um die Uhr im Einsatz. Kontrollfahrten sollten sicherstellen, dass sich verbliebene Glut- und Wurzelbrandstellen nicht erneut ausbreiten. Weil sich die Lage inzwischen beruhigt hat, wurde die Bereitschaft nun reduziert.
Brandschneisen werden weiter ausgebaut
Die Nachlöscharbeiten sind weiterhin nur am Rand des betroffenen Waldstücks möglich. Für die Einsatzkräfte ist es im Inneren des Waldes nach wie vor zu gefährlich. Im Bereich des Heimatkinos bauen Forstmitarbeiter inzwischen mit schwerem Gerät die Brandschneisen weiter aus.
Seit dem Ausbruch des Feuers wurden insgesamt rund 920 Einsatzstunden geleistet. Allein am Brandwochenende kamen rund 800 Stunden zusammen.
Rund 40 Feuerwehren und weitere Organisationen aus den umliegenden Gemeinden waren während der Brandbekämpfung und der anschließenden Nachlöscharbeiten im Einsatz.
Brandursache weiterhin unklar
Wo genau das Feuer ausgebrochen ist, lässt sich inzwischen ungefähr eingrenzen. Die genaue Ursache steht allerdings weiterhin nicht fest.
Bei dem Brand handelte es sich größtenteils um ein Bodenfeuer. Viele Baumkronen blieben dadurch verschont. Die Auswirkungen des Feuers sind für den Wald dennoch noch nicht vollständig abzuschätzen. Vor allem die Hitze und die anhaltende Trockenheit setzen den umliegenden Pflanzen zu.
Folgen für den Wald noch nicht absehbar
Welche langfristigen Schäden entstanden sind, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Auch ist derzeit noch offen, ob und in welchem Umfang der Wald umgebaut werden muss.
Eine besondere Herausforderung sind die beschädigten Bäume und Wurzeln. Durch die Brandschäden könnte die Stabilität einzelner Bäume beeinträchtigt sein. Damit verbunden ist auch die Frage der Verkehrssicherheit auf dem Johannisberg.
Waldbrandgefahr bleibt hoch
Aktuell gilt weiterhin die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Deshalb sind zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen geplant. Unter anderem soll eine Feuerwehrdrohne mit hochauflösender Wärmebildkamera eingesetzt werden. Damit könnten mögliche Glutnester gezielt aufgespürt und nachgelöscht werden.
Auch die anhaltend hohen Temperaturen sorgen dafür, dass die Einsatzkräfte die Situation weiterhin genau beobachten müssen.
Johannisberg bleibt gesperrt
Für Spaziergänger und Radfahrer bleibt der Wald am Johannisberg weiterhin gesperrt. Wann das Gebiet wieder freigegeben werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.
(sos)