Fr., 24.05.2024 , 13:11 Uhr

Friedenfels

Was bringt das Europa-Wahlprogramm der Grünen dem ländlichen Raum?

Die Europapolitik in Brüssel wirkt oft fern und hat doch große Auswirkungen auf unseren Alltag. Erst vor wenigen Monaten gingen Landwirte in ganz Europa auf die Straße, um gegen Beschlüsse in der Agrarpolitik zu demonstrieren. Wie genau sieht aber das Wahlprogramm der Grünen in Bezug auf den ländlichen Raum aus? Der Kreisverband Tirschenreuth von Bündnis 90/Die Grünen wollte diese Frage mit der Europaabgeordneten Anna Deparnay-Grunenberg bei einer Diskussionsrunde klären.

Bauernverband, Naturschützer, Forstwirte, Jungbauernschaft und mehr – Vertreter einiger Verbände und Organisationen sind zur Diskussionsrunde mit Anna Deparnay-Grunenberg in die Schloßschänke nach Friedenfels gekommen um über das Wahlprogramm der Grünen für die Europawahl zu sprechen. Eingeladen hatte der Kreisverband Tirschenreuth und Themen wie Landwirtschaft und Landnutzung, die Wälder und das Wildtiermanagement, die gemeinsame Agrarpolitik, den Klimawandel, den Artenschwund und die Energiepolitik auf die Tagesordnung gesetzt.

Viele Probleme an Deparnay-Grunenberg herangetragen

Die Gespräche zeigen schnell, dass nicht alle hier einer Meinung sind und auch nicht immer ein Konsens gefunden werden kann. Während Hubert Schicker vom Bauernverband großen Wert auf das Eigentum der Landwirte legt und hier fordert, dass diese auch entscheiden können sollten, was damit passiert, fordern andere mehr Artenschutz und Biodiversität. Es sind viele Unzufriedenheiten mit der Politik aus Brüssel, aber auch mit der damit verbundenen Politik in Deutschland, die an die Europaabgeordnete herangetragen werden.

Anna Deparnay-Grunenberg ist es wichtig, den Leuten zuzuhören und betont, dass das auch der Kurs der Grünen sein wird. Mit den Menschen zu sprechen, die es betrifft, zu kommunizieren und nicht nur immer mehr Regularien auf bereits bestehende draufzusetzen. Gleichzeitig stellt sie Bürokratieabbau als Ziel heraus. Gleichzeitig betont sie aber auch, dass man in Europa nicht alleine ist und oft große Kompromisse eingegangen werden müssen, da andere Länder einiges ganz anders sehen.

Die anwesenden Verbände sind am Ende des Abends sehr zufrieden, auch wenn man sich nicht immer einig geworden ist. Denn vergleichbare Gesprächsangebote von anderen Parteien habe hier bislang noch niemand erhalten.

(pg)

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