Di., 05.04.2022 , 14:29 Uhr

Weiden

Wegen Russland-Krieg: Keramikindustrie „mächtig unter Druck“

Porzellan muss im Ofen gebrannt werden: das wiederum braucht Erdgas, welches extrem teuer geworden ist. Die deutsche Keramikindustrie stellt das vor große Herausforderungen.

90 Prozent des Energiemixes mache Gas aus. Das erklärt Siegmund Meyer, Bereichsleiter Produktion am Bauscher Standort in Weiden von BHS Tabletop, der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl bei ihrem Besuch. Eines von vielen Unternehmen in der deutschen Keramikindustrie. Deren Bundesverband berichtet, dass sich die Branchen nach der Corona-Pandemie wieder gefangen habe.

Jetzt in 2022 können wir sagen: Die Auftragsbücher unserer Mitglieder sind überwiegend wieder voll.

Christoph René Holler, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der keramischen Industrie

Allerdings setze jetzt der Russland-Krieg die Branche mächtig unter Druck. Gestiegen seien die Rohstoffkosten bis zu den Transportkosten – allen voran aber eben die Energiepreise.

Das Problem: Weil die Energiepreise in anderen Ländern, die ebenfalls Porzellan und Co produzieren, geringer sind, werden die Wettbewerbsnachteile immer größer. Holler fordert von der Bundesregierung eine Senkung der Energiesteuer und eine Aussetzung der CO2-Steuer. Und das möglichst schnell.

(tw)

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