Mo., 26.10.2020 , 16:09 Uhr

Weiden: Kliniken Nordoberfalz AG auf möglichen Patientenanstieg vorbereitet

Die Kliniken Nordoberpfalz AG ist auf einen Anstieg von CoVid-19-Patienten vorbereitet. Die Behandlung von CoVid-19-Erkrankten und Verdachtsfällen wird weiterhin zentral am Klinikum Weiden durchgeführt. Die Krankenhäuser Kemnath und Tirschenreuth sind weiterhin vollständig CoVid-frei. Bereits bewährt hat sich nach einigen Tagen die Nutzung von Antigen-Schnelltests, bei denen die Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit vorliegen.

Derzeit werden 13 CoVid-19-Erkrankte wieder auf einer Isolierstation am Klinikum Weiden behandelt. Sie sind damit räumlich weiterhin eindeutig von anderen Patienten getrennt. Alle Betten auf der Station werden für CoVid-19-Fälle vorgehalten. Eingesetzt werden dort Ärzte und Pflegekräfte, die bereits im Frühjahr die Betreuung von CoVid-19-Patienten übernommen und während dieser ersten Welle große Erfahrungen im Umgang mit dem Krankheitsbild, den Symptomen und der Behandlung gesammelt haben. „Dieses Wissen können wir jetzt anwenden, was uns in der aktuellen Situation enorm hilft. Das Personal mit dem größten Fachwissen zu CoVid-19 ist damit unter den bestmöglichen räumlichen Voraussetzungen für unsere Patienten tätig“, erklärt Infektiologe Dr. Klaus-Friedrich Bodmann, der Visiten bei allen bestätigten CoVid-19-Erkrankten und Verdachtsfällen durchführt.

Leichter Anstieg von Covid-19-Fällen
Auf der Intensivstation registriert man einen leichten Anstieg von CoVid-19-Fällen vorbereitet. „Auch hier können wir auf die Erfahrungen aus dem Frühjahr zurückgreifen“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Die Beatmungsgeräte im Wert von rund 200.000 Euro, die das Ministerium vor einigen Monaten zur Behandlung von CoVid-19-Erkrankten zur Verfügung gestellt haben, optimieren das bereits zuvor vorhandene Equipment zusätzlich.

Darüber hinaus hat die Kliniken Nordoberpfalz AG in den vergangenen Monaten ein Pandemielager mit einer großen Menge an persönlicher Schutzausrüstung (Mundschutz, Kittel, Haube, Handschuhe), Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Verbrauchsgütern sowie Desinfektionsmittel angelegt. „Durch dieses Lager sind wir bestens vorbereitet und müssen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Lieferengpässe mehr fürchten, wie sie im Frühjahr aufgetreten sind“, so Michaela Hutzler.

PCR-Tests und Antigen-Tests
Als besonders positiv hat sich die hausinterne Auswertung im eigenen Labor von CoVid-19-Tests herauskristallisiert. Alle symptomatischen Patienten und begründete Verdachtsfälle erhalten dabei einen so genannten PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion), dessen Ergebnis innerhalb eines Tages vorliegt. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Patienten isoliert untergebracht. Zusätzlich wurden zur schnelleren Einordnung Antigen-Tests eingeführt, die ein Ergebnis innerhalb von rund 30 Minuten liefern. Diese werden sowohl für ambulante Patienten eingesetzt, die zu einer OP oder zu einem Eingriff ins Klinikum kommen, aber auch bei Notfällen: „Bei einem Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall wurde am Wochenende ein solcher Schnelltest durchgeführt. Das Ergebnis lag bereits vor, während der Patient noch im CT erstversorgt wurde“, erklärt Prof. Dr. Christian Paetzel, Chefarzt der Radiologie und Ärztlicher Direktor der Region Süd.

Zudem werden im gesamten Verbund der Kliniken Nordoberpfalz AG großflächige und regelmäßige Tests von Mitarbeitern durchgeführt. Für diese Reihentestungen wurde am Klinikum Weiden eine eigene Abstrichstelle eingerichtet. Die seit heute gesetzliche Vorgabe, Berufspendler einmal wöchentlich zu testen, wird im Klinikverbund bereits seit mehreren Wochen durchgeführt.

„Wir sind gut vorbereitet auf das, was in den kommenden Wochen und Monaten noch auf uns zukommen könnte. Und alle unsere Kolleginnen und Kollegen werden weiterhin ihr Bestes geben, die noch vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern“, betont Vorstand Dr. Thomas Egginger.

(vl)

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