Mi., 05.11.2025 , 16:22 Uhr

Weiden

Wenn das Telefon zur Falle wird – So schützen Sie sich vor Schock-Anrufen

Eine ältere Dame aus der Oberpfalz übergab Schmuck und Ersparnisse an Betrüger – alles unter dem Druck eines angeblichen Notfalls. Schock-Anrufe wie dieser nehmen kein Ende. Die Polizei erklärt, wie die Masche funktioniert und wie man sich davor schützen kann.

Rund 50.000 Euro Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände – das alles hat eine Seniorin aus der Oberpfalz an Betrüger übergeben. Sie fiel auf einen sogenannten Schock-Anruf herein, bei dem sich eine angebliche Staatsanwältin meldete und behauptete, ihre Enkelin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Erst als die echte Enkelin anrief, fiel der Betrug auf.

Betrug mit System – und perfidem Druck

Wie die Kriminalpolizei Weiden erklärt, laufen solche Fälle häufig nach demselben Muster ab. Am Telefon wird massiver Druck aufgebaut, damit die Opfer keine Zeit zum Nachdenken haben. Die Täter arbeiten in professionell organisierten Callcentern und wechseln ständig ihre Rollen – mal Enkelin, mal Polizist, mal Arzt. Ziel ist immer dasselbe: Geld und Wertgegenstände. Trotz intensiver Aufklärungsarbeit bleiben die Fallzahlen hoch, so Andreas Schieder, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Weiden.

Die Polizei rät dringend: Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte sofort auflegen, nicht überhastet handeln und die Polizei oder Verwandte direkt über bekannte Nummern kontaktieren. „Die Polizei wird niemals Gold oder Bargeld für eine angebliche Kaution verlangen“, so Schieder.

Zur Vorbeugung empfiehlt das Kommissariat K2, sogenannte Exit-Strategien zu entwickeln – also vorher festzulegen, wie man auf solche Anrufe reagiert. Zudem laufen Kampagnen wie „Nicht mit meiner Oma“, bei denen Angehörige ältere Verwandte gezielt über die Maschen informieren sollen.

(pg)

Callcenter-Betrug Enkeltrick Kriminalpolizei Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Philipp Gehringer Polizei Weiden Prävention Schockanruf Sicherheit Telefonbetrug

Das könnte Dich auch interessieren

21.04.2026 Callcenter-Betrug durchschaut: 67-Jähriger hilft bei Festnahme Fritz Seegerer hat großen Mut bewiesen: im März hat er einen sogenannten Callcenter-Betrug sofort erkannt. Ein Anrufer behauptete, seine Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht und forderte 58.000 Euro Kaution. Seegerer blieb ruhig, durchschaute die Masche innerhalb weniger Momente und ließ sich nicht einschüchtern. Clever mitgespielt – Täter überführt Statt einfach aufzulegen, spielte der 67-Jährige 27.04.2026 40 Jahre Tschernobyl: Mahnwache erinnert an Folgen der Katastrophe Am 26. April 1986 erschüttert die Explosion von Reaktor 4 im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl die Welt. Die Katastrophe gilt bis heute als schwerster Unfall der zivilen Nutzung der Kernenergie. Auch 40 Jahre später sind ihre Auswirkungen noch spürbar – weltweit und in der Oberpfalz. In der Fußgängerzone von Weiden hat die Bürgerinitiative „gegen atomare Anlagen“ 30.01.2026 Neue Herausforderungen für alte Aufgaben – Ehrenamt im Fokus von Innenminister Herrmann Ein zentrales Thema war die Ausstattung. In Weiden wird seit Jahren über einen Neubau der Feuerwehrwache diskutiert, denn moderne Fahrzeuge passen längst nicht mehr in die alten Hallen. Zu niedrige Tore und Decken sowie neue technische Anforderungen machen eine Modernisierung dringend notwendig. Doch trotz des offensichtlichen Bedarfs kommt das Projekt kaum voran – vor allem 12.12.2025 Weihnachtsbäume spenden – wie aus einer guten Tat mehr wird Mit 12 Jahren hat Bernhard Holfelder den Weihnachtsbaumverkauf von seinem Vater übernommen, erzählt er. Anfangs habe er natürlich noch Unterstützung von den Großeltern und anderen Verwandten bekommen, schließlich musste er vormittags in die Schule, aber er hat vorgegeben, wo es langgehen soll. Somit verkauft er jetzt bereits seit 45 Jahren Christbäume. Vor rund 20 Jahren