Do., 17.02.2022 , 10:17 Uhr

Amberg

Wie geht es mit der Amberger Leopoldkaserne weiter?

Die Leopoldkaserne in Ambergs Innenstadt steht seit dem Weggang der Panzerbrigade 12 vor vier Jahren zur Disposition. Wie es mit dem Areal weitergehen soll, das war gestern Thema in der Sitzung des Bauausschusses.

Seit Jahren ist die Stadt Amberg bemüht, den mehr als 10 Hektar großen ehemaligen Kasernenbereich von der Bundesimmobilienanstalt (BImA) zu kaufen.

Derzeit wird der vordere Teil der Anlage vom Zoll genutzt. Daneben sind einige der Unterkünfte bewohnt und der hinteren etwa sieben Hektar große Teil wurde von der Wirtschaftsförderung Amberg angemietet, um ihn Gewerbetreibenden zu Verfügung zu stellen.

Diese Nutzung als Gewerbeflächen kurzzeitig auszuweiten, das war das Ziel eines Antrags, den die SPD-Stadtratsfraktion zur aktuellen Bauausschusssitzung eingebracht hat. SPD-Sprecher Uli Hübner wünscht sich Flexibilität von der Stadt, um Unternehmen bestmöglich zu helfen. Denn Flächen für Lagermöglichkeiten seien rar in Amberg. Das Gelände sei groß genug, um sowohl bezahlbaren Wohnraum zu schaffen als auch „dem Mittelstand kurz- und mittelfristig hilfreich zur Seite“ zu stehen – eben in Form von Lagermöglichkeiten. Das könne kurzfristig geschehen, da sowohl die Gebäude als auch die Infrastruktur bereits vorhanden sei. Das ändere nichts an der langfristigen Nutzung.

Als „kontraproduktiv“ bezeichnete CSU-Sprecher Helmut Weigl den Antrag. Kurzfristig werde das Gelände ohnehin bereits als Gewerbefläche genutzt, mittelfristig dürfe man den Gewerbetreibenden aber keinen Hoffnung machen, weil voraussichtlich in sechs bis zwölf Monaten die Kaufverhandlungen abgeschlossen sein dürften und die Stadt das Areal dann schnellstmöglich entwickeln will. Geplant sei ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Dienstleistung.

Ähnlich sahen das auch die meisten anderen Bauausschussmitglieder – sie lehnten den Antrag gegen die eine SPD-Stimme von Uli Hübner ab.

(gb)

2022 Amberg Bauausschuss Amberg Bayern Bima Bundesimmobilienanstalt Corona gbeer Gerhard Beer Gerhard Theo Beer Gewerbegebiet Helmut Weigl Lager Leopoldkaserne Luhe Luhe-Markt Michael Cerny Nachfolgenutzung Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Panzerbrigade 12 Spedition Wagner TV Bayern live Uli Hübner Weiden Zoll Zwischennutzung

Das könnte Dich auch interessieren

16.03.2026 Stichwahlkampf in Amberg Stefan Ott, der Oberbürgermeister-Kandidat der CSU in Amberg muss in die erste Stichwahl seit 1952 in Amberg. Er ist der Wunsch-Nachfolger von Oberbürgermeister Michal Cerny (CSU), der nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Am 8. März holte Stefan Ott aber nicht die absolute Mehrheit, er bekam 40,8 Prozent der Stimmen. Sein Kontrahent in der Stichwahl 09.03.2026 Weiden wählt wieder Die Weidener Bürger werden erneut an die Wahlurnen gerufen. Am 22. März stehen sich in der Stichwahl erneut Jens Meyer von der SPD und Benjamin Zeitler von der CSU gegenüber. Wie bereits bei der Oberbürgermeisterwahl vor sechs Jahren. Doch dieses Mal sind die Vorzeichen völlig andere. Benjamin Zeitler hat aktuell einen riesigen Vorsprung. Er hatte 06.03.2026 Tanktourismus nach Tschechien nimmt zu Seit dem Angriff auf den Iran weitet sich die Krise aus. In Deutschland merken vor allem die Autofahrer die Auswirkungen des Krieges. Noch immer steigen die Preise für Benzin und vor allem für Diesel an. Die Zwei-Euro-Marke ist für beides bereits überschritten. Im oberpfälzer Grenzgebiet steigt deshalb der Tanktourismus stark an. Deutschland hat andere Steuern 23.02.2026 Beweisaufnahme im Amberger Bandenprozess Am zweiten Tag im Bandenprozess vor dem Landgericht Amberg ist heute die Beweisaufnahme eröffnet worden. Durch Mitschnitte von Abhöraktionen und Zeugenvernahmen soll in den kommenden Wochen und Monaten herausgefunden werden, ob die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen. Die Staatsanwälte Silvia Schatz und Philipp Roggenhofer werfen fünf Männern aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf vor, eine kriminelle