Die Kinder im Haus Nazareth in Amberg haben die größte Freude mit dem Schnee. OTV zeigt ihnen die besten Tipps und Tricks, um einen Schneemann zu bauen. Zum Beispiel müssen Augen und Mund natürlich aus leckeren, farbigen Schokoladenlinsen sein. Die Kinder, so viel ist hier im Haus Nazareth klar, genießen diesen Winter in vollen Zügen: Schlittenfahren, Schneefiguren bauen, Schneeengel machen.
Was für die Kinder eine Freude ist, bedeutet für andere viel Arbeit. Schneeräumen ist angesagt. Bei 10 bis 20 Zentimenter Neuschnee heute Morgen ist das durchaus Knochenarbeit. Und auch die Mitarbeiter des Bauhofs in Amberg-Sulzbach müssen in diesem Jahr öfter früh morgens aus dem Bett. Zwar konnte der Bauhof gegenüber OTV noch keine genauen Zahlen nennen. Aber klar ist: In diesem Winter steigt die Zahl der Einsätze.
Winter wie seit neun Jahren nicht mehr
Denn: So hohe Schneehöhen brachte zuletzt der Winter vor vier Jahren, so kalt war der Januar zuletzt vor neun Jahren. Und: In Amberg rutschte das Thermometer nachts schon 13 Mal unter die -10-Grad-Marke – so oft wie seit dem Winter 2016/17 nicht mehr. Es ist so kalt, dass Kollege Dieter Bleisteiner sogar kochend heißes Wasser gefrieren lassen kann. Und wegen der Dauer der Kälteperiode lässt sich auch schon Schlittschuhfahren.
Mit dem Klimawandel hat der Winter übrigens nichts zu tun. Im Winter ist die untere Schicht oft von der Wetterschicht abgekoppelt, weil kalte, schwere Luft nach unten sinkt. Im Sommer macht sich das durch den hohen Sonnenstand nicht bemerkbar, im Winter bei entsprechend ruhiger Wetterlage schon. In den Bergen ist dieser Winter derzeit sogar zu mild. Aber für die Niederungen gilt laut Prognosen: Es bleibt wohl noch ein bisschen Zeit, um Schnee, Eis und Winterlandschaften zu genießen.
(mz)