Mi., 01.12.2021 , 10:43 Uhr

Freudenberg

Wintersport leidet unter Klimawandel und Coronabeschränkungen

Der Winter steht vor der Tür. Doch ob die Skiliftbetreiber der Region wieder loslegen können, ist angesichts der Coronasituation und des Klimawandels unklar.

Der Winter war früher ein Garant für Frost und Schnee, so sind die Winter auch in unserer Region durch die Klimaerwärmung deutlich milder geworden. Das zeigt sich auch bei der Zahl der Schneetage. Lag zum Beispiel in der Stadt Amberg im 30-Jahreszeitraum von 1961 bis 1990 noch im Schnitt an 63 Tagen im Jahr Schnee, so waren es in den vergangenen 30 Jahren nur noch im Schnitt 31 Tage – also weniger als die Hälfte davon! Das merken auch die Skiliftbetreiber in der Oberpfalz.

Freudenbergs Bürgermeister Alwin Märkl blickt hoffnungsvoll, aber auch besorgt auf den Skilift in seiner Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Winter steht vor der Tür. Aber ob Ski gefahren werden kann, ist noch nicht klar. Gleich zwei Faktoren machen den Betreibern kleinerer Skilifte zu schaffen. Zum einen die Coronapandemie. Im Vorjahr stand trotz guter Schneeverhältnisse aufgrund des Lockdowns der Lift still. Derzeit verschärft sich das Pandemiegeschehen erneut.

Das bisher letzte schneereiche Jahr in Freudenberg war 2010. Obwohl dort an 56 Tagen der Lift geöffnet war und Einnahmen von mehr als 33.000 Euro erzielt werden konnten, blieb am Ende nur ein kleines Plus von 2.500 Euro in der Gemeindekasse. Der Lift ist also meist ein Draufzahl-Geschäft. Trotzdem will die Gemeinde am Lift festhalten.

Märkl versichert: solange keine größeren Investitionen etwa in Zugseilen anstehen, ist die Zukunft des Wintersports in Freudenberg erst einmal gesichert. Eine Skisprungschanze wie noch in den 1960er Jahren mit einem 15 Meter hohen Turm und Sprungweiten bis 33 Metern wird es aber hier definitiv nicht mehr geben.

(mz)

Alwin Märkl Corona Freudenberg Klimawandel Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Skifahren Skilift Wintersport

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 Grammer AG: Jahresumsatz 2025 deutlich höher als erwartet Positive Nachrichten von der Grammer AG. Der Konzern mit Sitz in Ursensollen weist 2025 einen Umsatz von 1,82 Milliarden Euro auf. Die Zahlen fallen damit deutlich höher als erwartet aus. Das positive Ergebnis lässt sich auf Maßnahmen wie Restrukturierungsinitiativen oder Effizienzsteigerungsprogramme zurückführen. Das Unternehmen stellt Teile für den Innenraum von Pkws und Sitze für Offroad-Fahrzeuge, 30.01.2026 Förderung: Schule Hirschau erhält 10.000 Euro In einem Maker Space wird projektorientiert, experimentell und kreativ gearbeitet, und zwar mithilfe von verschiedenen digitalen und analogen Hilfsmitteln. Mit den 10.000 Euro sollen 3D-Drucker angeschafft werden, so Schulleiterin Birgit Härtl. Die Schüler designen am Computer Dinge, die dann ein 3D-Drucker auch drucken kann, erklärt Michael Kranl, einer der Beauftragten des Maker Space. Im vergangenen 29.01.2026 Riesenschneemann „Christian“ sorgt für Aufsehen an der B299 bei Kienlohe Das ist Christian – 9,10 Meter groß, rund 4 Meter breit. Der Riesenschneemann wohnt aktuell an der B299 bei Kienlohe. Die Katholische Landjugendbewegung Ursulapoppenricht hat dieses Meisterstück erbaut, rund 15 Personen haben mitgeholfen. Insgesamt sind 25 bis 30 Tonnen Schnee verbaut worden. Die Idee sei am Montag spontan beim Frühschoppen entstanden, so die Verantwortlichen. Bereits 29.01.2026 Glatteis sorgt erneut für zahlreiche Unfälle in der Oberpfalz - LKW kippt auf B85 um Auf der B85 bei Edelsfeld hat sich heute Morgen gegen 4 Uhr ein größerer Unfall ereignet. Ein mit Lebensmitteln beladener Lastwagen kippte wegen Glatteis um und blockiert die Fahrbahn. Der 32-jährige Fahrer wurde nach ersten Angaben nicht verletzt, ist aber vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Die B85 ist aufgrund der Bergungsarbeiten voraussichtlich bis in den