Di., 18.11.2025 , 12:17 Uhr

Weiden

„Wir platzen aus allen nähten.“ - Neue Feuerwache 2030? Stadtrat streitet über den Standort

Die Zukunft der Weidener Feuerwehr sorgt im Stadtrat für hitzige Diskussionen – zwischen enormen Zeitdruck und politischen Fronten steht bisher noch die wichtigste Frage an: Wo soll die Feuerwache denn überhaupt gebaut werden. Zudem sorgte ein Zeitungsartikel Anfang der Woche für Ärger.

Michael Wirth, Dienststellenleiter der Feuerwehr, machte dabei deutlich, dass die aktuelle Unterkunft in der Landgerichtsstraße längst an ihre Grenzen gestoßen sei. Er sprach von einer Situation, in der man „aus allen Nähten platze“. Vor allem die Hallen seien für moderne Fahrzeuge ungeeignet, da Tore und Decken zu niedrig seien. Bis 2030 müsse eine neue Wache stehen – ein ehrgeiziger Zeitplan, der durch die Standortdebatte zusätzlich unter Druck gerät.

Zur Diskussion stehen zwei Flächen: der Bauhof, der bereits Flächen im Besitz der Stadt hat, sowie der alte Volksfestplatz, der sich noch in privater Hand befindet. Roland Richter von der SPD verwies in Bezug auf den Volksfestplatz auf die Nähe zur OTH und sah darin ein Argument für den Bau der Feuerwache beim Bauhof. AfD-Fraktionsvorsitzender Manfred Schiller griff diesen Punkt auf und sprach sich ebenfalls klar für diesen Standort aus. Der Oberbürgermeister betonte hingegen, beide Varianten seien denkbar, bis der Bau- und Planungsausschuss eine Entscheidung treffe. Vertreter der CSU lehnten den Bauhof ab und plädierten eindeutig für den Volksfestplatz.

Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen, forderte Feuerwehrchef Wirth eine schnelle und konsequente Entscheidung der Stadt. Nur so könne der Zeitplan eingehalten und die moderne Ausstattung der Feuerwehr künftig angemessen untergebracht werden.

Neben der Feuerwache sorgte auch das Projekt „Neue Mitte“ für Diskussionen. Die CSU brachte einen Dringlichkeitsantrag ein, nachdem ein Zeitungsbericht über mögliche Maßnahmen wie eine stärkere Verkehrsberuhigung rund um die Dr.-Pfleger- und Sedanstraße erschienen war. Ziel sei es, die Einkaufsbereiche Altstadt und Max-Reger-/Wörth-Straße besser miteinander zu verbinden. Die CSU kritisierte mangelnde Kommunikation und verwies auf die Kosten sowie die bevorstehende Haushaltsplanung. Der Baudezernent stellte klar, dass es sich um Ideen aus dem Mobilitätskonzept von 2011 handle, die nun im Stadtrat und Bauausschuss weiter diskutiert werden sollen.

(ls)

AfD Bauhof CSU Feuerwehr Haushaltsplanung Mobilitätskonzept neue Feuerwache Neue Mitte Oberbürgermeister Oberpfalz Oberpfalz TV OTH OTV SPD Stadtrat Standortfrage Verkehrsberuhigung Volksfestplatz Weiden Zeitplan

Das könnte Dich auch interessieren

04.02.2026 So soll Weiden in Zukunft aussehen: Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten SPD – Linke – Grüne – CSU – Bürgerliste – FDP: In dieser Reihenfolge standen sechs Weidener Oberbürgermeisterkandidaten gestern auf der Bühne. Nur die AfD mit ihrem Kandidaten Ferdinand Adam hatte abgesagt. Eingeladen hatte Oberpfalz Medien. Das Ziel: Die Bewerber um den OB-Posten inhaltlich und persönlich alle auf einmal vorstellen. Die Weidener Finanz-Sorgen Im Mittelpunkt 16.07.2025 Beschluss über ehemaligen Volksfestplatz Seit über einem Jahr wird diskutiert, geplant und abgewogen – jetzt steht ein erster Kompromiss: Der Bauausschuss der Stadt Weiden hat beschlossen, dass auf dem Gelände ein urbanes Wohnmischgebiet entstehen soll. Geplant sind Wohnen, Bildung und Einkaufsmöglichkeiten. Im Vorfeld wurden viele Ideen eingebracht – von einem Gesundheitszentrum bis hin zu einem Innovationscampus mit Studentenwohnungen. Während 03.03.2026 "Endlich geschafft" - Haushalt 2026 in Weiden steht Weiden hat kurz vor der Kommunalwahl den Finanzhaushalt 2026 beschlossen. Nach Streit über eine mögliche Steuererhöhung einigte sich der Stadtrat auf einen moderaten Anstieg des Gewerbesteuer-Hebesatzes auf 400 Prozentpunkte bis 2029. Aktuell hat die Stadt noch rund 33 Millionen Euro Rücklagen. Wegen hoher Investitionen, unter anderem durch den Neubau der Realschule und der Feuerwache, rechnet die 16.12.2025 Stadtratsbeschluss: Gewerbesteuer in Weiden steigt Der Weidener Stadtrat hat beschlossen, den Gewerbesteuer-Hebesatz von 380 auf 400 % zu erhöhen. Für Weidener Unternehmen bedeutet das rund fünf Prozent höhere Abgaben. Neben einem AfD-Stadtrat sprach sich die Bürgerliste Weiden geschlossen gegen die Beschlussvorlage aus. Laut Fraktionsvorsitzenden Dr. Christian Deglmann heiße „Sparen“ nicht immer nur die Steuern in die Höhe zu treiben. Stattdessen brauche