Etwas besser, aber immer noch schlecht: So lässt sich die aktuelle Stimmung in der Bayerischen Wirtschaft zusammenfassen. Der Weißbierindex des Verbands der Bayerischen Wirtschaft ist zuletzt leicht auf 86 Punkte gestiegen. Das war der erste Anstieg seit vier Jahren – aber alles unter 100 Punkten gilt grundsätzlich immer noch als schlecht. Zumindest bei einem Unternehmen in Kümmersbruck sieht es aber ganz anders aus, wie sich nun bei einem politischen Besuch gezeigt hat.
Produkte aus Metall, Schaum und Textil
Sie baut aktuell ihr sechstes Gebäude im Industriegebiet bei Theuern – die Metz Group. Bei einem Besuch von Landespolitikern der Freien Wähler erklärt Geschäftsführer Josef Metz: Die Unternehmensgruppe setzt sich hohe Ziele für die Zukunft. „Wir wollen alle fünf Jahre den Umsatz verdoppeln. Und wir kaufen auch Firmen zu, wenn sie zu uns passen.“
Die Unternehmensgruppe stellt unterschiedliche Produkte aus Metall, Schaum und Textil her, wie Tobias Gotthardt von den Freien Wählern beim Rundgang erfährt. Gotthardt ist Landtagsabgeordneter aus Regensburg und Wirtschaftsstaatssekretär. Er nimmt aus dem Besuch vor allem einen Arbeitsauftrag mit: „Was wir immer wieder hören bei Betriebsbesichtigungen ist das Thema Entbürokratisierung. Da sind wir auf allen Ebenen gefordert, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Wir wollen mutig mehr Freiheit wagen.“, erklärt Gotthardt.
Schlechte Umfragewerte – gute Aussichten
Die neueste Umfrage in der Oberpfälzer Metall- und Elektroindustrie vor wenigen Tagen fiel schlecht aus. Und auch allgemein hat sich die Stimmung in der Wirtschaft kaum verbessert. Die Metz Group jedoch blickt positiv in die Zukunft. „Wir haben vieles richtig gemacht und uns breit aufgestellt“, erklärt Geschäftsführer Metz. „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel, pro Jahr 20 Prozent mehr Umsatz zu machen, auch schaffen.“
Diese Zuversicht dürfte nicht nur Wirtschaftssekretär Gotthardt freuen – sondern in erster Linie natürlich die 160 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe selbst.
(az)