Neun Kinder und Jugendliche leben hier, gehen zur Schule und packen danach täglich eine Stunde am Hof an – Landwirtschaftsalltag wie in einer klassischen Bauernfamilie. Die Arbeit mit Tieren und Pflanzen gibt ihnen Struktur, Verantwortung und das Gefühl, gebraucht zu werden – etwas, das vielen zuvor gefehlt hat.
Betreuerin Verena Feil erlebt oft, dass Menschen gar nicht wissen, was eine Wohngruppe eigentlich ist. Deshalb öffnen sie am Sommerfest die Türen, führen durch die Räume und zeigen, wie Spendengelder eingesetzt werden – manchmal für etwas so Kleines wie eine neue Gießkanne, damit Julia und die anderen weiter das tun können, was ihnen guttut.
Auch die Jugendlichen selbst tragen zum Fest bei: Sie stellen Selbstgemachtes her – Bananenchips, Armbänder und kleine Dinge, die zeigen, wie viel Kreativität und Mühe in ihrem Alltag steckt.
Unterstützt wird der Hof vom Freundeskreis, der hilft, das Fest überhaupt möglich zu machen. Und das Programm kann sich sehen lassen: Unter anderem mit Strohhüpfburg, Naturspiele und am Abend eine Live-Band.
(ls)