Mi., 19.03.2025 , 15:06 Uhr

Weiden

Ziegler-Insolvenz: Investorengespräche für EUROSAND laufen

Nach dem Insolvenzantrag der EUROSAND GmbH läuft der Geschäftsbetrieb des Unternehmens weiter. „Es wird unverändert produziert und geliefert“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm, der auch bei den anderen Unternehmen der Ziegler-Gruppe als Insolvenzverwalter bestellt ist. „Auch die Lieferanten unterstützen die nun eingeleitete Sanierung des Unternehmens.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter beabsichtigt, EUROSAND über eine sog. übertragende Sanierung neu aufzustellen. Dabei wird der Geschäftsbetrieb eines Unternehmens auf einen Investor übertragen. Böhms Ziel ist es, dabei möglichst alle der über 60 Arbeitsplätze zu erhalten. „Erste Investoren haben bereits Interesse an EUROSAND gezeigt“, ergänzte Böhm. „Die Verhandlungen laufen.“

Die Beschäftigten des Unternehmens wurden heute Morgen über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte unterrichtet. Da die Löhne und Gehälter im Februar noch gezahlt wurden, erhalten die Mitarbeiter des Unternehmens bis Ende Mai Insolvenzgeld. „Das gibt uns Zeit, die beabsichtigte Investorenlösung voranzutreiben“, so Böhm.

Die Insolvenz der EUROSAND GmbH wurde nötig, weil das Unternehmen für Leasing-Verträge von zwei anderen Ziegler-Gesellschaften mithaftet. Eine weitere Rolle spielte die Einstellung des Geschäftsbetriebes des Ziegler-Tochterunternehmens ZG Distributionsgesellschaft mbH, von der EUROSAND ihre Verpackungen bezog. Hier ist allerdings bereits eine neue Lösung in Sicht.

Die EUROSAND GmbH wurde im Jahr 1999 gegründet. Firmensitz und Produktionsstätte ist Weiden in der Oberpfalz. EUROSAND ist ein spezialisierter Hersteller von Deko-Streuartikeln und Dekoaccessoires, darunter Farbsand und Farbsteine, Glassteine, Kunstoffdiamanten, Dekoschnee oder Naturdeko. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Umsatz von 6,4 Mio. Euro.

(exb)

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