Amberg: Josefshaus wird zum Prechtlhaus

Mit dem ehemaligen Josefshaus verbinden viele Amberger Erinnerungen: An durchtanzte Nächte und große Faschingsbälle zum Beispiel. Mehr als zwei Jahrzehnte stand das Haus am Kaiser-Wilhelm-Ring leer. Nun soll ein neues Kapitel in der Nutzung des Gebäudes beginnen: Investor Erwin Voit möchte Eigentumswohnungen hinein bauen.

Bereits seit 15 Jahren betreut das Architekturbüro Zunner wechselnde Umbaupläne für das Josefshaus. Konzepte und Eigentümer haben sich über die Jahre immer wieder geändert. Eine Stätte für Ü30-Parties, Räume für einen Dienstleister, ein Hotel: keiner der Pläne für das Josefshaus konnte bisher so richtig durchstarten. Nun sind Bauherr Erwin Voit und Architekt Georg Zunner zur ersten und einfachsten Idee zurückgekehrt: Das Haus am Ring soll Wohnungen beherbergen.

16 Eigentumswohnungen, darunter drei Penthouses, sollen geschaffen werden. Dazu eine Büro-Gewerbeeinheit und Stellplätze im Erdgeschoss. Gehobenes Wohnen direkt am Altstadtring. Mit der neuen Nutzung kommt auch ein neuer Name: Prechtlhaus. Den alten Namen habe man aus Imagegründen abgelegt. Der Charakter des Hauses soll aber erhalten bleiben, dazu gehört natürlich auch das namensgebende Wandrelief des in Amberg geborenen Künstlers Michael Mathias Prechtl.

Bereits jetzt sind die 16 Wohnungen restlos vergeben- auch wenn die Sanierungsarbeiten gerade erst begonnen haben. Bauherr Erwin Voit, Architekt Georg Zunner und Oberbürgermeister Michael Cerny sind überzeugt: Mit der Revitalisierung des Prechtlhauses wird endlich eine bedeutende Lücke im Stadtbild geschlossen.(az)