Amberg: Lehrermangel belastet Schulen in der Pandemie – BLLV hat getagt

Der Bezirksausschuss des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) hat im Amberger Congress Centrum getagt. Die Kernaussage der Tagung: „Die Zustände an den Schulen spitzen sich zu. Der Lehrermangel ist und bleibt da!“ Das stellte Katja Meidenbauer, die Bezirksvorsitzende in ihrer Eröffnungsrede fest.

Im Januar wurden Notmaßnahmen eingeführt, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken. Nun herrscht die Coronapandemie und die wenigen Lehrer werden durch Hygienekonzepte, Distanzunterricht, Mund-Nasenschutz im Unterricht, Lüftungskonzepte oder Distanzunterricht weiter belastet, so der BLLV. Die Lehrer hätten gar keine Pausen mehr, da die Einhaltung der Hygieneregeln permanent kontrolliert werden müsse.

Alte Tricks zur Bewältigung der Grippesaison greifen nicht
Der Winter und die Grippesaison stehen vor der Tür und bei Erkrankung einer Lehrkraft greifen nun die alten Tricks, wie Aufteilung oder Zusammenlegung von Klassen nicht mehr, da der Gesundheitsschutz im Vordergrund stehen muss. Das sei alles andere als Regelbetrieb an den Schulen, heißt es auf der Tagung. Eigentlich wäre nun eine Verdoppelung der Lehrkräfte pro Klasse nötig. „Aber der Lehrermangel ist und bleibt da“, so die Vorsitzende. Die Lehrer fordern Vertrauen und Rückenstärkung, Entlastungen für die Schulleitungen und den richtigen Einsatz von Fach- und Förderlehrkräften. Stattdessen werde der Ausnahmezustand in den Schulen als Regelbetrieb bezeichnet.

Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen
Um die Bildungsqualität weiter halten zu können, brauche man mehr Lehrer und bessere Arbeitsbedingungen. Meidenbauer forderte: „Eingangsbesoldung A13 muss her!“ Die bessere Bezahlung, Maßnahmen wie eine flexible Lehrerbildung und multiprofessionelle Teams an den Schulen müssten weiterverfolgt werden. Nur so wird und bleibt der Beruf laut Meidenbauer attraktiv und junge Menschen entscheiden sich dafür.

(vl)