Amberg-Sulzbach: Containerdorf für das Gesundheitsamt

Mit so genannten Contact-Tracing-Teams (CTT) unterstützt die bayerische Staatsregierung die Gesundheitsämter aktiv dabei, positiv getestete Menschen und enge Kontaktpersonen zu ermitteln, sie zu isolieren und zu überwachen. Das Ziel ist, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst nachhaltig eindämmen. Um das zusätzliche Personal adäquat unterzubringen, ist nun auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes Amberg/Amberg-Sulzbach in der Hockermühlstraße ein Containerdorf entstanden.

Laut Landrat Richard Reisinger sind mithilfe der mit Computer und Telefon ausgestatteten Container insgesamt fast 30 neue Arbeitsplätze entstanden. Die räumliche Nähe zum Gesundheitsamt sei dabei von Vorteil, um die Kommunikations- und Dienstwege nach Möglichkeit kurz zu halten.

Das Bayerische Gesundheitsministerium sieht vor, jeweils fünfköpfige Teams pro 20.000 Einwohner einzusetzen. Für den Landkreis Amberg-Sulzbach bedeutet das insgesamt fünf Teams à 5 Personen. Die Mitarbeiter werden zum Teil vom Landratsamt Amberg-Sulzbach gestellt, stammen von anderen Behörden und werden von der Regierung der Oberpfalz zugeteilt. Mithilfe entsprechender Schulungen werden die neuen Mitarbeiter auf ihren Einsatz vorbereitet.

Unser Gesundheitsamt nimmt wie alle anderen Gesundheitsämter in Bayern eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung und Verlangsamung der COVID-19-Pandemie ein. Angesichts der steigenden Zahl Infizierter ist eine konsequente Durchführung des Containments nur mit zusätzlichem Personal möglich.

(Richard Reisinger, Landrat Amberg-Sulzbach)

Zusätzlich zu den Contact-Tracing-Teams telefonieren Mitarbeiter des Gesundheitsamtes täglich mit den Menschen in Quarantäne und eruieren, wie es ihnen geht und welche Symptome sie haben. „Ohne Personalaufstockung wäre dies aufgrund der Vielzahl an Fällen so nicht mehr möglich gewesen“, freut sich Gesundheitsamtleiter Dr. Roland Brey über die personelle Unterstützung.

Zum Teil haben die neuen Mitarbeiter des CTT ihre Arbeit bereits aufgenommen. Wie lange sie im Einsatz sein werden und letztendlich auch das Containerdorf vor dem Gesundheitsamt stehen wird, das ist derzeit noch unklar. Dies sei von der Entwicklung der Lage abhängig, so Landrat Reisinger.