Amberg-Sulzbach: Corona-Statistik

Rückblick auf das Jahr 2020 und die Entwicklung in den Gemeinden. Den gibt es jetzt für den Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg. Der Grund: Das Landratsamt hat jetzt die Jahresstatistik zu Corona veröffentlicht.

Wie haben sich die Corona-Zahlen im Landkreis über das Jahr 2020 hin entwickelt? Zahlen dazu gibt es jetzt in der Jahresstatistik für die Gemeinden im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg. Insgesamt infizierten sich 3.054 Menschen mit Corona. Auffallend dabei war: Den größten Anstieg der Fallzahlen gab es zum Jahresende hin. Zudem sind im Juni und Juli in keiner Landkreis-Gemeinde eine COVID-19-Erkrankung gemeldet worden.

Eine extrem hohe Zahl von 100 Neuinfektionen gab es im April in Hirschau. Der Grund: Dort gab es einen Coronaausbruch im dortigen BRK-Heim. 23 Bewohner seien im Zusammenhang mit Corona verstorben, so Landrat Richard Reisinger.

Bei 61 Bewohnern und 54 Beschäftigten des Seniorenheimes wurde damals eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen.

Landrat Richard Reisinger

Ebenfalls musste zum Jahresende hin Auerbach und Sulzbach-Rosenberg einen Anstieg der Coronafälle verzeichnen. „Das Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach mit seinen Kliniken in Sulzbach-Rosenberg und Auerbach entschloss sich sofort, auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren“, erinnert Richard Reisinger. Schon seit 16. Dezember 2020 sind im St. Anna-Krankenhaus grundsätzlich keine Besuche mehr möglich. In der St. Johannes-Klinik gibt es seit 2. Dezember 2020 ein Besuchsverbot und einen Aufnahme-Stopp. Infizierte wurden von dort in die Isolierstation in St. Anna verlegt.

Den starken Anstieg an Coronainfizierten zum Jahresende erklärt sich der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Dr. Roland Brey durch den Pendelverkehr in den Nürnberger Raum mit seinen teils extrem hohen Infizierten-Zahlen. „Da ist viel herübergeschwappt!“, erklärt Brey.

Spitzenreiter in der Corona-Statistik ist Amberg mit 671 Infizierten, gefolgt von Sulzbach-Rosenberg mit 580 und Auerbach mit 413. Am wenigsten Infizierte gab es laut Statistik in Gebenbach mit 13 Infizierten und in Ammerthal und Hohenburg mit jeweils 15. In der Gemeinde Hirschbach sind nur in drei Monaten Neuinfektionen gemeldet worden. Dort gab es insgesamt 35 Erkrankte.

Grafik: Gesundheitsamt Amberg

Hinweis zur Tabelle:
Die Monate Januar und Februar fehlen in der Statistik.
Der erste COVID-19-Fall im Amberg-Sulzbacher Land wurde erst im März 2020 registriert. Deshalb fängt die Statistik erst im Monat März an.

(sh)