Amberg: Wie geht’s weiter mit dem Zinkl Areal

Leerstand, das scheint ein Dauerthema für die Stadt Amberg zu sein und auch zu bleiben. Prominentestes Beispiel dabei natürlich das ehemalige Forum in der Innenstadt. Erst kürzlich ist da ja mit Frey der nächste Mieter abgesprungen. Ein weiteres Beispiel: Das ehemalige Autohaus Zinkl. Auch hier liegt eine Immobilie seit Jahren brach. Auch hier gibt es einen Investor und einen Plan, vorwärts zu gehen scheint es aber auch hier nicht.

Bereits 2016 habe die Firma Norma das Areal gekauft, erklärt Normas Expansionsleiter Herbert Zangl. Anfangs habe man konstruktive Gespräche mit der Stadt geführt, doch spätestens mit den Überlegungen und Diskussionen bezüglich der Pflegerkreuzung kam das Projekt ins Stocken.

Geplant sei derzeit eine Dreiteilung des Areals. Unten Richtung Real-markt soll der neue Norma entstehen. In der Mitte ist ein weiterer Gebäudekomplex für Dienstleister oder Büros vorgesehen. Oben, stadteinwärts sei, wie von der Stadt Amberg gewünscht, ein Hotel inklusive Tiefgarage geplant. So weit so gut. Der aktuelle Bauantrag sei von der Stadt aber abgelehnt worden.

Das sei geschehen weil ein rechtsgültiger Bebauungsplan fehle. Ein Bebauungsplan stelle die Grundlage für einen Bauantrag dar. Ohne gibt es also auch keine Baugenehmigung. Das ganze Vorhaben scheitere also nicht daran, dass die Stadt dort keinen Lebensmitteleinzelhandel haben möchte. Vielmehr scheitere es derzeit daran, dass die Pläne bislang nicht konkret genug seien. Auf Nachfrage von OTV wurde uns von einem Mitglied des Bauausschusses erklärt, dass es nicht reiche zum Beispiel einfach nur ein Hotel einzuplanen. Der Investor müsse ein konkretes Unternehmen vorweisen können. Andererseits könne man den neuen Bebauungsplan nicht für rechtskräftig erklären.

Eine Lösung des Problems ist wohl eher erst mittelfristig zu erwarten. Immerhin gaben sowohl Stadt als auch Norma an, sich in konstruktiven Gesprächen zu befinden. (ac)